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Briefe der Geschwister Scholl


 

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Briefe der Geschwister Scholl

Szenische Lesung aus Briefen von Hans und Sophie Scholl,
Mitglieder der Widerstandsbewegung "Die Weiße Rose"

Donnerstag, 29. Januar 2004, 18 Uhr
Vortragsraum der Universitätsbibliothek Köln


Eine gemeinsame Veranstaltung der Alternativen Liste Uni Köln, der Fachschaft Geschichte der Uni Köln und des Piccolo-Theaters Köln. Der Eintritt ist frei. Scholl

Mit Michael Klevenhaus und Dorothea Mewes
Moderation: Ingund Mewes

Bühnenbearbeitung: Ingund Mewes
Mit freundlicher Unterstützung durch Inge Aicher-Scholl

Unser besonders herzlicher Dank gilt
Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher,
Fritz Hartnagl und Elisabeth Scholl
ohne deren ausdrückliche Erlaubnis wir dieses Programm nicht realisiert hätten und deren Vertrauen in unseren respektvollen Umgang mit Hans und Sophies Erbe uns tief berührt.

"Das Piccolo-Theater hat eine dichte, eindrucksvolle Inszenierung geschaffen, die unter die Haut geht und zu denken gibt und die sich ganz in den Dienst des Gedenkens an die jungen Widerständler stellt.
Ohne überflüssige Schnörkel und falsches Pathos stand der Text jederzeit im Zentrum. Diese angemessene Schlichtheit überzeugte und machte betroffen." (Köln aktuell)

Uraufführung: 5. Mai 1985, in der Comedia Colonia, Köln
Premiere im Piccolo-Theater: 22. Februar 1986, 17 Uhr

Den Einladungsflyer gibt es auch im pdf-Format.

Infos und Termine des Piccolo-Theaters gibt es unter www.piccolo-theater.de


Die Weiße Rose

Brief an Fritz Hartnagl -
München, 16. Februar 1943

Die Flugblätter der Weißen Rose

Literaturtipps


Die Weiße Rose

Die Weiße Rose, eine studentische Widerstandsgruppe, versuchte auf Flugblättern der Bevölkerung die Augen über den Nationalsozialismus zu öffnen und rief zu Widerstand und Sabotage auf. Vor bald 61 Jahren, am 18. Februar 1943, wurden die Geschwister Scholl beim Verteilen ihrer Flugblätter im Lichthof der Münchener Universität verhaftet. Es war der Tag, an dem in Berlin eine vieltausendstimmige Menge "JA" zum totalen Krieg brüllte.

Am 22. Februar 1943 wurden Hans und Sophie und ihr Freund Christoph Probst vom Volksgerichtshof unter Vorsitz von Roland Freisler zum Tode verurteilt und Stunden später im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet.

Christoph Probst
geboren am 6. November 1919, ermordet am 22. Februar 1943

Hans Scholl
geboren am 22. September 1918, ermordet am 22. Februar 1943

Sophie Scholl
geboren am 9. Mai 1921, ermordet am 22. Februar 1943

Prof. Kurt Huber
geboren am 24. Oktober 1893, ermordet am 13. Juli 1943

Alexander Schmorell
geboren am 16. September 1917, ermordet am 13. Juli 1943

Willi Graf
geboren am 2. Januar 1918, ermordet am 12. Oktober 1943

"... Daher muß jeder Einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewußt in dieser letzten Stunde sich wehren, soviel er kann, arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand - Widerstand - wo immer ihr auch seid, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln, und ehe die letzte Jugend des Volkes irgendwo für die Hybris eines Untermenschen verblutet ist. Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!"

(Auszug aus dem ersten Flugblatt der Weißen Rose)


Brief an Fritz Hartnagl -
München, 16. Februar 1943

Mein lieber Fritz!

Noch einen kurzen Gruß, bevor ich wieder in meine Vorlesungen laufe. Ich hatte es Dir ja, glaube ich, schon geschrieben, daß ich 10 Tage daheim war, um dort zu helfen. Diese Tage tun mir immer wohl, und wenn es nur deshalb wäre, weil Vater sich so freut, wenn ich komme, und sich wundert, wenn ich wieder gehe, und weil Mutter um so tausend Kleinigkeiten besorgt ist. Diese Liebe ist für mich etwas Wunderbares. Ich empfinde sie als etwas vom Schönsten, was mir beschieden ist.

Die 150 km, die zwischen Ulm und München liegen, verändern mich dann so rasch, daß ich selbst erstaunt bin.

Ich werde von einem harmlosen, ausgelassenen Kind zu einem auf sich gestellten Menschen. Doch dieses Alleinsein tut mir gut, wenn ich mich auch manchmal nicht so wohl darin befinde, da ich doch von Menschen recht verwöhnt bin. Aber geborgen fühle ich mich erst dort, wo ich merke, daß eine selbstlose Liebe da ist. Und die ist doch verhältnismäßig selten.

Wie geht es dir? Schon 14 Tage sind vergangen seit Deinem letzten Brief, und ich bin ein bißchen unsicher, wenn ich mich an Dich wende, weil ich nicht weiß, wie es um Dich steht, und welche Gefühle ich Dir entgegenbringen darf. Doch sei versichert, daß es immer die der Liebe und Dankbarkeit sind.

Deine Sophie


Die Flugblätter der Weißen Rose

Hier gibt es die sechs Flugblätter der Weißen Rose als Faksimiles im pdf-Format:

Flugblatt I
Flugblatt II
Flugblatt III
Flugblatt IV
Flugblatt V
Flugblatt VI

Quelle: www.weisse-rose-stiftung.de


Literaturtipps

Hier einige (unvollständige) Literaturtipps zum Thema Weiße Rose und Geschwister Scholl. Die Bücher gibt es im gut sortierten Buchhandel oder auch online.

   

Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 17.04.2003. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de