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Aktuellste Pressemeldungen (PM) vom AZ, immer nur unter: http://unsersquat.blogsport.eu

Eilige Kurzmeldungen aus dem AZ, Liveticker in Twitter: http://twitter.com/unsersquat

neukoelln-az-soli-transpa

Letzte Infos

Vom 30.03.2011
"Die Situation in Köln-Kalk spitzt sich zu. Seit Montag belagern die Bullen das AZ. Nun ist raus, dass das AZ heute Nacht/morgen früh geräumt werden wird. http://de.indymedia.org/2011/03/303752.shtml

Darum Samstag, den 2.APRIL 2011 – 18 UHR – DOM­PLAT­TE KÖLN

Demonstration: Alles musz [Mensch] selber machen!

www.selbermachen.blogsport.de

Weitere Infos zur momentanen Lage unter: WWW.TWITTER.COM/UNSERSQUAT.

Derweil diskutiert die politische [Comedy] von Köln und NRW, was die Folgen der Räumung des AZ Köln sind. Ob Schwarz, Rot oder Grün - die politische Kaste von Köln scheint sich über eins einig: "Die Folgen nicht absehbar" (http://www.ksta.de/html/artikel/1300555262780.shtml).
[Offensichtlich werden aber in der Presse, im KSTA, wieder Unwahrheiten, wie über die von der Gegenseite ausgeschlagenen Verhandlungen zur Nutzung, und möglichen Vermietung des Gebäudes, verbreitet. Kritisch lesen!]

Alle wei­te­ren Infos dazu unter: www.unsersquat.blogsport.eu


Was tun? Die Schwei­ne­rei, uns das AZ durch die Exekutive ge­walt­sam zu neh­men und ein lange leer ste­hen­des Ge­bäu­de, was durch die Be­set­zung erst wie­der mit Sinn & Zweck ge­füllt wurde ab­zu­rei­ßen, wer­den wir nicht ta­ten­los hin­neh­men!

2.APRIL 2011 – 18 UHR – DOM­PLAT­TE KÖLN

Kurzaufruf zur Demo: www.selbermachen.blogsport.de

Für ein AZ!

Auf­ruf: Für ein au­to­no­mes Zen­trum! – Alles musz man sel­ber ma­chen!

Seit fast einem Jahr be­steht ein Au­to­no­mes Zen­trum (AZ) in Köln-Kalk. In die­ser Zeit haben zigtausende Be­su­cher_in­nen in über 250 Ver­an­stal­tun­gen die­sen be­son­de­ren Ort ge­nutzt und selbst mit­ge­stal­tet. Das erste rechts­rhei­ni­sche Kino wurde ge­grün­det, in zahl­rei­chen Work­shops wur­den Fä­hig­kei­ten wei­ter­ge­ge­ben, die wö­chent­li­che Ar­beits­lo­sen­be­ra­tung half vie­len Men­schen bei Pro­ble­men mit der ARGE, dut­zen­de Kon­zer­te ver­schaff­ten lo­ka­len Bands end­lich kos­ten­lo­se Auf­tritts­mög­lich­kei­ten, Aus­stel­lun­gen fan­den ihr Pu­bli­kum, po­li­ti­sche Grup­pen nutz­ten das Haus für ihre Ar­beit – alles selbst­ver­wal­tet und un­kom­mer­zi­ell, ohne einen Cent von der Stadt. Die Idee eines Ortes, an dem Men­schen un­ab­hän­gig von ihrem Geld­beu­tel Kul­tur ge­nie­ßen und schaf­fen kön­nen, ist an­ge­kom­men. 

Die be­setz­te ehe­ma­li­ge KHD-Kan­ti­ne wurde jah­re­lang von der Stadt­spar­kas­se leer ste­hen ge­las­sen und dem Ver­fall Preis ge­ge­ben. Ohne die Be­set­zung wäre wei­te­re Jahre ohne Nut­zung Folge ge­we­sen. Die Be­set­zer_in­nen such­ten von Be­ginn der Bet­zung an das Ge­sprä­che mit der Po­li­tik. In zahl­rei­chen Un­ter­re­dun­gen wurde nicht nur die Idee eines Au­to­no­men Zen­trums dar­ge­legt, son­dern mit einem Nut­zungs- und Fi­nan­zie­rungs­kon­zept der Weg frei ge­macht für ein drin­gend be­nö­tig­tes alternatives kul­tu­rel­les Zen­trum im rechts­rhei­ni­schen Köln.

Der Ober­bür­ger­meis­ter und Ex-Bullenpräsident Ro­ters (SPD) und die Stadt­spar­kas­se Köln haben sich gegen eine sinn­vol­le Nut­zung der Wies­berg­str. 44 aus­ge­spro­chen. Unter fa­den­schei­ni­gen Vor­wän­den und mit­tels Fehl­in­for­mie­rung der Öf­fent­lich­keit wird das Au­to­no­me Zen­trum ge­räumt wer­den und die ehe­ma­li­ge Kan­ti­ne ab­ge­ris­sen wer­den, ohne dass Pläne für eine Nut­zung des Ge­län­des be­ste­hen. Wie schon beim Bar­mer Vier­tel in Deutz wird der nächs­te „teu­ers­te Park­platz Deutsch­lands“ vor­be­rei­tet. Wir, Freun­din­nen und Freun­de des Au­to­no­men Zen­trums, Linke, Ger­werk­schaf­te­rIn­nen rufen für den 2. April 2011 zur De­mons­tra­ti­on: „Für ein au­to­no­mes Zen­trum! – Alles musz [Mensch] sel­ber ma­chen!“ auf. Die Häu­ser kön­nen ge­räumt wer­den, das Ge­bäu­de einem Park­platz wei­chen - die Idee eines selbst­be­stim­me­ten Leben und einer selbst­or­ga­ni­sier­ten Kul­tur kann je­doch nicht ab­ge­ris­sen wer­den.

Sams­tag 2. April 2011, 18 Uhr, Dom­plat­te Köln

Aufruf des Antifa AK Köln:

Alles musz Mensch sel­ber ma­chen! Für ein Au­to­no­mes Zen­trum statt Po­li­tik, Staat und Po­li­zei! findet Ihr unter:
http://selbermachen.blogsport.de/aufrufe-vom-juli-2010/fuer-ein-az-statt-politik-staat-und-polizei/"

www.az-koeln.tk



PM vom 29.03.2011, 08:48Uhr, aus dem AZ:

"Vorläufiger Erfolg für Autonomes Zentrum Köln: Räumung vorerst verhindert


Bereits zum zweiten Mal konnte die Polizei eine Räumung des Autonomen Zentrums in Köln-Kalk nicht durchsetzen. Wie schon im Sommer letzten Jahres hatten sich aufgrund der Androhung einer Räumung mehrere hundert Menschen am AZ versammelt.

Innerhalb weniger Stunden wurden erfolgreich UnterstützerInnen aus Köln und ganz NRW mobilisiert. In der vergangenen Nacht wurden die Zugänge zum AZ verbarrikadiert und eine Infrastruktur für die Versorgung der ankommenden AktivistInnen mit Essen und Schlafplätzen geschaffen. Im Laufe des heutigen Tages wird mit der Ankunft von weiteren Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet gerechnet. Dies zeigt die große Bedeutung des Autonomen Zentrums Köln im Kampf um selbstverwaltete Freiräume.

Die BesetzerInnen sind nicht bereit, eine Räumung des Autonomen Zentrums zu akzeptieren. Dazu Laura, eine der BesetzerInnen: "Wir haben viel Energie in dieses Haus gesteckt, um einen Ort für unkommerzielle Kultur und Politik zu schaffen. Wir haben seit einem Jahr immer mehr positive Resonanz in der Kölner Öffentlichkeit erfahren. Dies zeigt uns, dass der Kampf für autonome Freiräume weitergehen muss - und er wird weitergehen."

Mittlerweile ist außerdem bestätigt worden, dass ein Räumungstitel gegen das AZ vorliegt. Die BesetzerInnen gehen davon aus, dass die Polizei in den nächsten Tagen weitere Versuche unternehmen wird, das Gebäude zu räumen. Des Weiteren fordern sie die VertreterInnen aus Politik und Stadt auf, sich für das Fortbestehen des Autonomen Zentrums einzusetzen.
Besetzerin Laura: "Wir haben kein Interesse an einer Eskalation. Uns geht es vor allem darum, unsere politische und kulturelle Arbeit möglichst bald fortführen zu können. Wir fordern daher einen sicheren Status für das AZ und eine Stellungnahme der Stadtsparkasse und des Oberbürgermeisters."

Es werden bereits weitere Aktionen für die nächsten Tage geplant, um gegen die Räumung zu protestieren und den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen.

BITTE KOMMT ALLE IM AZ VORBEI!! ES GIBT NOCH KEINE ENTWARNUNG FÜR DIE RÄUMUNG. DRINGEND UNTERSTÜTZUNG AN LEUTEN, SOWIE ESSEN, DECKEN, ETC. BENÖTIGT!"

http://unsersquat.blogsport.eu
http://twitter.com/unsersquat



Aufruf aus dem AZ:

"[...] Räumung des AZ verhindern!

Nach Gesprächen mit verschiedenen politischen Parteien und zusätzlichen Informationen die wir erhalten haben, ist es definitiv: AM DIENSTAG MORGEN WIRD GERÄUMT.

Die einzige Chance, die wir haben, ist massenhaft vor Ort zu sein. Wenn wir das AZ Köln schützen wollen, brauchen wir die Unterstützung von euch allen! Auf diese Art haben wir schon einmal eine Räumung verhindert – wir schaffen das auch noch einmal!

Wenn es euch möglich ist kommt noch heute abend/nacht in das AZ und helft uns, das Haus zu schützen. Richtet euch bitte darauf ein, die Nacht im AZ zu verbringen. Schlafplätze sind ausreichend vorhanden.

Falls ihr das nicht könnt oder wollt kommt morgen früh um 4:00 Uhr vor das AZ und zeigt der Stadt, dass wir viele sind und uns nicht vertreiben lassen. Wir werden nicht zulassen, dass uns unsere Häuser genommen werden!

Get off the internet – We see you in the streets! Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!"



29.03.2011

Pressemitteilung (PM) vom 28.03.2010
Von: unsersquat-presse at riseup dot net
Presse-Tel.: 0178 88 62 613
Zitat:

"Autonomes Zentrum Köln soll morgen geräumt werden - Gegenaktionen sind geplant

Einmal wieder [soll] die kölner Staatsgewalt der unabhängigen Kultur und Politik ihre Räume [nehmen]. Seit heute ist bekannt, dass das Autonome Zentrum in Köln-Kalk am Dienstag morgen geräumt werden soll. Es wurde bereits eine Abrissgenehmigung des Gebäudes erwirkt.

Am heutigen Abend haben sich mehrere hundert Unterstützer_innen im Autonomen Zentrum eingefunden, um die Räumung zu verhindern. Die Zahl der Unterstützer_innen, die aus ganz NRW anreisen, wächst stetig. Geplant sind Blockaden und andere Aktionen, um der Polizei ein Eindringen nicht zu ermöglichen.

Auch für die Tage nach der Räumung sind bereits Aktionen geplant. Die Nachttanzdemo zum 1-jährigen Bestehen des AZ' am 15.04.2011, zu der bundesweit mobilisiert wird, findet auch im Falle einer Räumung statt. Das Gebäude in der Wiersbergstraße ist im Besitz einer Tochterfirma der Sparkasse KölnBonn, die sich bisher jeglichen Verhandlungen verweigert.
Nach der Auflage der EU-Kommission zur Neuordnung der Sparkasse soll das Gebäude nun von der Stadt Köln zurück gekauft werden.

Offensichtlich will sich die Stadt Köln, wenige Tage vor dem Verkauf, davor drücken, als Eigentümerin mit den Besetzer_innen des Autonomen Zentrums zu verhandeln. Bei einem Besuch von vielen Aktivist_innen im Kölner Rathaus am heutigen Nachmittag, zeigte sich Oberbürgermeister Rothers nicht gesprächsbereit."

www.unsersquat.blogsport.eu



28.03.2011

Schützt das AZ! UnserSquat

Laut kürzlich veröffentlichten Informationen ist das AZ in Köln-Kalk jetzt wieder Räumungsbedroht.
Leere Versprechungen der Stadt Köln? Kein Vertrauen in die Politik Es gilt - nach wie vor - die Tat; Politik selbst in die Hand nehmen. Denn etablierte Politiker_Innen, geben es nur ungern zu, doch sie versprechen sich oft und gern. Also kämpft weiter für selbstorganisierte Kultur- und Schutzräume - schützt das AZ!
Links
*** AZ: www.az-koeln.tk
*** Twitter (Ticker): www.twitter.com/unsersquat
* de.Indymedia: www.de.indymedia.org
** Antifa AK: www.antifa-ak.tk
* de.Indymedia Rubrik Freiräume
* Linksunten Rubrik Freiräume & Wohnungsnot



Edit:

Kein falscher Alarm!

-> Lest die PM des AZ -> siehe oben.

Falscher Alarm?

Selbst wenn sich solche Meldungen später als "falscher Alarm" herausstellen sollten oder Du nicht mit Allem was im AZ läuft einverstanden bist ist es wichtig, sich solidarisch zu zeigen und weiter am Projekt AZ zu arbeiten. (Probleme gehören allerdings aufs Plenum.)
Es ist sehr wichtig daß Menschen zum AZ gehen um zu zeigen wie stark die Verankerung der Struktur und wie groß das Verlangen nach antikommerziellen Alternativen in Köln ist.
Insbesondere aufgrund der Gefahr einer (vielleicht sogar gewollten) "Abstumpfung" bei zu häufigen "Fehlalarmen" ist es wichtig zu zeigen, daß wir immer bereit sind uns für ein AZ stark zu machen.
Unterstützt also das AZ und helft mit es zu verteidigen, jederzeit.
Verlegt Eure abendlichen Chillouts statt ins Wohnzimmer der Nachbar WG in die große Halle des AZ oder geht anstatt in die Kneipe dorthin.
"Mieten verweigern, Kündigung ins Klo, Autonome Zentren schaffen, sowieso!"
Und im Fall einer Räumung? Get "Out of Control".


Sommer-Herbst 2010

Erklärung zum Autonomen Zentrum aus dem BenutzerInnenhandbuch (pdf)
[...]Das Autonome Zentrum ist ein Treffpunkt für organisierte und nicht-organisierte Menschen aus den verschiedensten sozialen, politischen und kulturellen Zusammenhängen. Es bietet einen unkommerziellen Raum für Ausstellungen, Infoveranstaltungen, Gruppentreffen, Konzerte, Parties, Kneipe, Essen, Kino und vieles mehr. [...] Im Autonomen Zentrum wird entlang emanzipatorischer Inhalte parteiunabhängige Politik und Kultur betrieben. [...] Das Gelingen der Veranstaltungen und der Fortbestand des Autonomen Zentrums liegen bei verantwortungsbewussten Besucher_innen, die sich immer als handelnde Subjekte und nicht als passive Konsument_innen wahrnehmen. (Auszüge aus dem Benutzer_Innenhandbuch, pdf)


22.07.2010

PM aus dem AZ

Nach der Begehung mit dem Bauaufsichtsamt:
Die BesetzerInnen der ehemaligen KHD-Kantine in Köln-Kalk zeigen sich
zufrieden mit der heutigen Begehung des Autonomen Zentrums durch das
Bauaufsichtsamt der Stadt Köln.

Unter Anwesenheit des Leiters des Amtes, Herr Fritz, hatten Fachleute von
Stadt, Rheinenergie und Feuerwehr am Donnerstag Morgen das Gebäude auf
statische und brandschutzrechtliche Mängel geprüft. Bei der Begehung des
gesamten Hauses wurden dabei nur kleinere Mängel festgestellt, die
allerdings einfach zu beheben sind. Das Gebäude ist demnach im Erdgeschoss
für öffentliche Veranstaltungen und im ersten Stock für Büro- und
Gruppenräume problemlos nutzbar. Statiker und Branschutzexperten erklärten
übereinstimmend, eine Gefahr für Leib und Leben, wie von der Besitzerin
des Hauses, der Stadtsparkasse Köln, stets behauptet, bestehe nicht. „Wir
haben bereits in den letzten Wochen etliche kleinere und größere bauliche
Mängel beseitigt. Diese Anstrengungen werden wir nun mit noch größerem
Einsatz fortsetzen“, sagte Tom, einer der AktivistInnen des Autonomen
Zentrums.

Die BesetzerInnen hatten im Vorfeld entschieden, einer Begehung durch die
Bauaufsichtsbehörden zuzustimmen, den VertreterInnen der Stadtsparkasse
und ihrer Tochterfirmen allerdings den Zutritt weiterhin zu verwehren.
„Solange die Sparkasse die Strafanzeigen gegen uns nicht zurückzieht und
mit uns in Verhandlungen tritt, sehen wir keine Grundlage für irgendeine
Zusammenarbeit“, so Marie, ebenfalls eine der BesetzerInnen.

Bereits zu Beginn der Besetzung hatten die AktivistInnen gemeinsam mit
Statikern und Brandschutzsachverständigen das Gebäude besichtigt. Auch
nach Einschätzung dieser Fachleute steht einer Nutzung des Gebäudes als
Autonomes Zentrum grundsätzlich nichts entgegen. Von den Ergebnissen der
heutigen Begehung zeigten sich die BesetzerInnen daher auch wenig
überrascht. „Wir hatten nichts zu verbergen“, sagte Marie.

Oberbürgermeister Roters und die Kölner SPD haben sich bislang geweigert,
eine politische Stellungnahme zum Erhalt des Autonomen Zentrums abzugeben.
„Der Verweis auf die baulichen Mängel war von Anfang an vorgeschoben –
jetzt gibt es keine Ausreden mehr“, sagte Tom, „wir fordern nun eine
Stellungnahme von Herrn Roters.“ Die Bezirksvertretung Kalk hatte bereits
mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei beschlossen, sich für
Verhandlungen über eine Zwischennutzung des Gebäudes einzusetzen.

Bericht in Indymedia: "AZ-Köln Bauaufsichtsamt sieht keine Probleme" (22.07.2010)
Ein wichtiger Hinweis wurde in dem Artikel allerdings auch gegeben: Sowohl die Schnapsfabrik als auch Pingutopia wurden nach einer eben solchen Begehung geräumt.

Selbstredend ergehen sich auch wieder "Grüne", "Piraten" und "PDL" in der Anbiederung an autonome Interessen. Aber Autonome wissen hoffentlich was davon zu halten und auf lange Sicht zu erwarten ist.

"Pro Köln" hetzt dagegen, gar nicht weit von den Reden der CDU & FDP entfernt, in gewohnter Manier über sog. "Linksextreme" und "Chaoten" in Kalk... Siehe: h**p://***.aktuell.pro-koeln.org/?p=743 (Kein Link für die Rechten. Nutzt anonyme Surfprogramme.)
"In den nächsten Wochen würde daher die Bevölkerung mittels Flugblätter über die Situation in der Wiersbergstraße informiert und auf die Lösungsvorschläge der Bürgerbewegung hingewiesen. Zudem sei nach den Sommerferien eine Protestkundgebung vor dem linksextremen Zentrum geplant, falls bis dahin Recht und Ordnung in Kalk noch nicht wieder hergestellt sein sollten.”"
(h**p://***.aktuell.pro-koeln.org/?p=743 vom 15.07.2010)
Aber platte Hetze (auch "Volksverhetzung" im alten juristischen "Amtsdeutsch" genannt) gehört für die "Pros" in Köln und anderswo zum politischen Tagesgeschäft, siehe auch: h**p://***.aktuell.pro-koeln.org/?p=762
"Es bleibt abzuwarten, wann aufgrund der demografischen Entwicklung im Stadtbezirk Kalk und kölnweit die nächsten Straßen nach Istanbul, Ankara oder sonst einer türkischen Stadt benannt werden."

Sollte "pro Köln" in Kalk gegen das AZ demonstrieren und weiterhetzen, sowie ihre Schlägergruppen vorschicken wollen, so werden sie mindestens "autonome" und bürgerliche Gegenwehr zu erwarten haben. Denn die Sympathien der Wohnbevölkerung in Kalk sind auf der Seite des AZ. Viel besser wäre es natürlich, sie würden einfach "den (deutschen) Geist aufgeben".
Kampf den kapitalistischen & besonderen deutschen Zuständen.
Autonomer Aufruf

Für ein AZ statt Politik, Staat und Polizei

Selbermachen.blogsport.de
Demo für ein AZ! Am Samstag nach Tag X - Gegen die (drohende) Räumung des AZ Köln Kalk
Demonstration am Samstag nach einer (drohenden) Räumung des Autonomen Zentrums Köln (Kalk) ab 15 Uhr auf der Domplatte (direkt beim HBF Köln). Im Anschluß an die Demonstration sollen ab 18Uhr in der kölner Innenstadt "Reclaim the Streets" Aktionen, o.ä., stattfinden. (Kursierende Infos)

Aufruf zur Demo nach (möglicher) Räumung des AZ

Redigierte Fassung, wie sie auch im Plotter unter Texte zum Juli 2010 steht, mit ein paar mehr Korrekturen:
"Alles muss [Mensch selbst] machen!

  	Für ein Autonomes Zentrum statt [kapitalbestimmter], Politik, Staat und Polizei!

"Die Besetzung fremden Eigentums ist - mit welchem Ziel auch immer - illegal und nicht hinnehmbar. Insofern kann sie auch keinesfalls akzeptierte Basis für politische Forderungen sein! Die Stadt unterstützt demzufolge die Eigentümerin, die von den Besetzern das sofortige Verlassen des Gebäudes fordert und keine Duldung zulassen will. Es wird deshalb auch keinesfalls städtische Unterstützung oder Finanzhilfe für ein Projekt in der ehemaligen KHD-Kantine geben. Im Übrigen steht es frei, in Köln kulturelle Initiativen zu starten. Allerdings lässt die aktuelle Haushaltslage der Stadt keine Förderung neuer Projekte zu." [sic.] (Jürgen Roters Oberbürgermeister von Köln)
	 
"Die Krise lässt den Gegensatz von [(Waren-/Mehr-)]Wert und [(eigentlichem)]Gebrauchswert [(sowie dem natürlichen Wert)] noch deutlicher hervortreten, etwa im Bild des [us-]amerikanischen Polizisten, der durch ein verlassenes Haus patrouilliert, um sicherzustellen, dass seine bankrotten Bewohner[Innen] tatsächlich ausgezogen sind und nun unter einer Brücke oder in einer der vielen neuen Zeltstädte ihr Dasein fristen. 
Eine Gesellschaft, in der die bewaffnete Staatsmacht dafür sorgt, dass ein Haus seinen menschlichen Zweck nicht erfüllt, ist offenkundig verrückt, und sobald die Proletarisierten im Bild dieses Polizisten das Wesen der Gesellschaft erkennen, könnte die Geschichte eine unerwartete Wendung nehmen."  ([In] Kosmoprolet Nr. 2)

Der Zeitpunkt [einer möglichen] Räumung des Autonomen Zentrums Köln rückt näher. D[ie] Eigentümer[In] des Objektes sowie die hoheitliche Repräsentanz der Unterdrückungsordnung (auch Demokratie genannt) in Köln haben Ihr Urteil gefällt, die "BesetzerInnen" der Wiesbergstr. 44 sollen mittels Polizeigewalt aus dem Gebäude geschleifft, geschlagen und getreten werden. In zwei Monaten haben verschiedene Linke und linksalternative Gruppen es geschafft ein seit Jahren von einer windigen Briefkastenfirma [(ein sog. Tochterunternehmen)] der Stadtsparkasse zum Verfall freigegebenes Gebäude wieder mit Leben zu füllen. Zwei Interessenstandpunkte stehen sich damit unversöhnlich gegeneinander. Beide beanspruchen den Gebrauchswert des Objektes für sich. Die einen wollen das Haus für unterschiedlichste Zwecke nutzen. Für sie hat der Ort den Gebrauchswert dort Partys zu feiern und politische sowie kulturellen Veranstaltungen durch zu führen. Die andere Seite hat ebenfalls ganz handfeste materielle Interessen, als potenzieller Bebauungsort für Immobilien zugeschnitten auf die gehobenen "Mittelschicht", findet sich ihr Gebrauchswert als Industriebrache, die einestages ein "gutes Geschäft" wird, also als Tauschwert fungieren kann.

Wäre es so schlicht und einfach, wäre es gewiss eine Freude, wenn eines Tages die Damen und Herren Sparkassendirektor[Inn]en vorbeikämen und das Objekt mit ihren [(echten, körperlichen)] Hintern für ihre Interessen "besetzen" würden. Jedoch in der Welt des Privateigentums brauchen sich die Eigentümer[Innen] [(und BesitzstandswahrerInnen)] leider keine Arschtritte abholen, diese heikle Angelegenheit besorgt der Staat [(mit der sog. gewaltengeteilten Exekutive)] für sie. Schließlich hat er [(der ideelle Gesamtkapitalist)] allein durch seine Gewalt die Freiheit und Gleichheit der bürgerlichen Gesellschaftordnung gestiftet. Er verpflichtet die ökonomische Konkurrenz unter Respektierung des Privateigentums abzuwickeln: [jede und jeder] wird gezwungen, die ausschließende Verfügung über den Reichtum der Gesellschaft anzuerkennen und zum Prinzip [des] ökonomischen Handelns zu machen. Das Privateigentum, die ausschließende Verfügung über den Reichtum der Gesellschaft, von dem andere in ihrer Existenz abhängig sind, also Gebrauch machen müssen, ist die Grundlage des individuellen Nutzens und damit auch Schadens. 
Ihm verdankt sich die moderne Form der Armut, die sich selbst als Mittel fremden Eigentums erhalten muß, dessen Wachstum selbstverständlich dem Staat am Herzen liegt.

Der Staat schreibt sich selbst das Monopol auf die Anwendung von Gewalt zu, um das Leben seiner Insassinnen und Insassen zu organisieren und den Warenaustausch zu regeln. Er begreift sich als die Instanz, die als einzige in dieser Gesellschaft Gewalt anwenden darf [(und soll und darf de fakto - in der gängigen Lehrmeinung - auch nur so begriffen werden, welche dann wiederum zum Massenphänomen verklärt wird)]. Im Bewusstsein der bürgerlichen Demokratie stellt sich Gewalt sozusagen immer als legitim und/oder notwendig dar, wenn sie vom Staat ausgeht, und immer als falsch und illegitim, wenn andere sie für sich in Anspruch nehmen. Die Unterscheidung zwischen legagel, weil staatlicher, und illegaler, weil nicht staatlicher, Gewalt verweist auf den primär zu kritisierenden Normalzustand des permanenten Gewaltverhältnisses im bürgerlichen Staat. Eigentlich jedoch ist die Demokratie aus Sicht des Staates [(des sog. Souveräns)] friedlich und die Anwendung von Gewalt wird ihm [(vorgeblich)] nur durch innere oder äußere [(als solche definierte)] Feinde aufgezwungen. Gewalt dient also nach diesem Verständnis lediglich als notwendiges Mittel zur Aufrechterhaltung der staatlichen [(kapitalistischen)] Ordnung und damit dem Schutz seiner Bürgerinnen und Bürger [(die wie das Besitztum behandelt werden).] Verkauft wird das dann als "Gewaltfreiheit".

Das der ehemalige Polizeipräsident und jetzige Oberbürgermeister [(Jürgen Roters von der SPD)] auf die "Störenfriede" im Autonomen Zentrum weniger gut [-] für die Damen und Herren Eigentümer[Innen aber] stets gut zu sprechen ist, liegt nicht an den Charakterdefiziten der Person Roters, [sondern] vielmehr [ist das eine] Vorraussetzung für die pflichtgemäße Erfüllung seinen "Amtes". Der Ruf nach andere[m] politischen Personal ist demnach [genau] so absurd, wie der nach einer "besseren politischen Lösung". [Denn diese Art von] Politik ist ein notwendiger Bestandteil der heutigen [erzwungenen] Gesellschaftsformation. Sie ist selbst ein Ausdruck des bürgerlichen Staates, welcher sich wiederum nur durch Politik konstituieren kann. So ist das Wesen von [(scheinbar demokratischer)] Politik [hier] schon immer die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Gesellschaft, bzw. das Ringen um die richtige Staatsform und [vor Allem] -verwaltung, egal, wie gut oder schlecht es auch die jeweiligen Personen meinen. Das Parlament oder der Stadtrat ist nur eine spezielle Form der Repräsentation von Herrschaft, die mittels des Wahlaktes die Illusion der [Mit]bestimmung der Beherrschten aufrechterhält. Zur Wahrnehmung dieser Funktion bedarf es zwar der Präsenz der tatsächlichen gesellschaftlichen Macht im Parlament, nicht aber unbedingt der tatsächlichen Macht des Parlaments. Der kommende Polizeieinsatz in Köln-Kalk verdeutlicht vielleicht die Tatsache, daß sowohl reaktionäre und konservative als auch sozialdemokratische und linksalternative Politik nur auf die [vermeintlich B]este aller möglichen staatlichen Verwaltungsformen der bürgerlich-kapitalistischen Warenproduktion hinauslaufen kann. Wo die "Haushaltslöcher gestopft" werden sollen, da geht es nicht nur den Ärmsten der Armen an den Kragen, da hat selbst der [vermeintlich] "rote Roters" kein Herz für "Besetzer[Innen]" mehr.

Da Bitten und Betteln noch nie unsere Stärke waren, wir die Schutzmänner und Frauen des Eigentums verachten und auf das ekelige und schleimtriefende Geschäft der bürgerlichen Politik [x] mal so [viel] Null Bock haben [wie sie Amtshilfe], rufen wir zur Demonstration am Samstag nach der Räumung des Autonomen Zentrum[s] Köln auf. Schließlich muss [Mensch] alles [selbst] machen, also [hier] den Staat, die Polizei und die Politik abschaffen. Denn dann steht einem "Aquarium mit Tanzfläche" gewiss nichts mehr im Wege. [(Soviel zum Dadaismus nach Max Ernst.)]

[Die AZlerInnen und der Antifa AK Köln rufen also auf zur:]

Demonstration am Samstag nach der (möglichen) Räumung des Autonomen Zentrum[s] Köln [Kalk] um 15 Uhr auf der Domplatte (direkt beim HBF Köln). Im Anschluß an die Demonstration werden ab 18 Uhr in der kölner Innenstadt "Reclaim the Streets" Aktionen stattfinden.
(Mehr Infos dazu hier: http://reclaim.blogsport.eu/)
[Macht mit.]

Für ein Autonomes Zentrum! Für die Abschaffung von [Kapital], Polizei, Staat und Politik!"
Wir unterstützen den Aufruf vom Antifa AK Köln und den AZler_Inne_n.
Weitere UnterstützerInnen siehe Plotter unter Texte im Juli 2010.
Auf viele kreative Reclaim the Street Partys.

Lasst es krachen.

Wichtig ist es jetzt jedoch nicht zu verzweifeln und den Kopf hängen zu lassen sondern
Weiterzumachen! Wie die AZlerInnen sagen:
"Ganz wie im falschen Leben: wir tanzen heiter weiter am Abgrund und tun so als ob’s kein Morgen gäbe. Jetzt erst recht: Kommt ins AZ. Macht weiter Veranstaltungen. Informiert euch. Organisiert euch. Besonders wichtig: Diese Woche gibt es viel zu tun, also kommt vorbei und packt mit an! Egal wann, egal wie lang."
Bei Räumung: Ablauf, Aktionskonsens + Kommentar (Update)


Für ein AZ

Anderer Aufruf von Freundinnen und Freunden des Autonomen Zentrums, Linken, GerwerkschafterInnen und BürgerInnen in Kalk:
Seit mehreren Wochen besteht ein Autonome Zentrum in Köln-Kalk. In dieser Zeit haben mehrere tausende Besucher_innen in über 180 Veranstaltungen diesen besonderen Ort genutzt und selbst mitgestaltet. Das erste rechtsrheinische Kino wurde gegründet, in zahlreichen Workshops wurden Fähigkeiten weitergegeben, die wöchentliche Arbeitslosenberatung half vielen Menschen bei Problemen mit der ARGE, dutzende Konzerte verschafften lokalen Bands endlich kostenlose Auftrittsmöglichkeiten, Ausstellungen fanden ihr Publikum, politische Gruppen nutzten das Haus für ihre Arbeit – alles selbstverwaltet und unkommerziell, ohne einen Cent von der Stadt. Die Idee eines Ortes, an dem Menschen unabhängig von ihrem Geldbeutel Kultur genießen und schaffen können, ist angekommen.

Die besetzte ehemalige KHD-Kantine wurde jahrelang von der Stadtsparkasse leer stehen gelassen und dem Verfall Preis gegeben. Ohne die Besetzung wäre weitere Jahre ohne Nutzung Folge gewesen. Die Besetzer_innen suchten von Beginn der Betzung an das Gespräche mit der Politik. In zahlreichen Unterredungen wurde nicht nur die Idee eines Autonomen Zentrums dargelegt, sondern mit einem Nutzung- und Finanzierungskonzept der Weg frei gemacht für ein dringend benötigtes kulturelles Zentrum im rechtsrheinischen Köln.

Der Oberbürgermeister Roters und die Stadtsparkasse Köln haben sich gegen eine sinnvolle Nutzung der Wiesbergstr. 44 ausgesprochen. Unter fadenscheinigen Vorwänden und mittels Fehlinformierung der Öffentlichkeit soll das Autonome Zentrum geräumt werden und die ehemalige Kantine abgerissen werden, ohne dass Pläne für eine Nutzung des Geländes bestehen. Wie schon beim Barmer Viertel in Deutz wird der nächste „teuerste Parkplatz Deutschlands“ vorbereitet.

Wir Freundinnen und Freunde des Autonomen Zentrum, Linke, GerwerkschafterInnen und Kalker BürgerInnen rufen auf, am Samstag nach der Räumung des Autonomen Zentrum zur Demonstration: „Für ein autonomes Zentrum! – Alles muss man selber machen!“. Die Häuser können geräumt werden, das Gebäude einem Parkplatz weichen, die Idee eines selbstbestimmeten Leben und einer selbstorganisierten Kultur kann jedoch nicht abgerissen werden.

Dieser Aufruf wird von einem breiteren "zivilgesellschaftlichen" Bündnis unterstützt und getragen. Siehe: Selbermachen.blogsport.de - Für ein AZ!
+ Infoladen Köln Plotter Texte Juli 2010
Die AL unterstützt beide Aufrufe um emanzipativ handelnde Menschen die Form und den Ausdruck von Protest und Widerstand gegen die Zurichtung selbst bestimmen zu lassen.

Räumung droht

Das AZ ist von der EigentümerIn, der kölner Stadtsparkasse, der Stadtverwaltung unter Roters (SPD) und der Polizei akut räumungsbedroht.
Helft den AZlerInnen den Kampf um einen in Köln dringend notwendigen unabhängigen, soziokulturellen Freiraum zu bestehen.

Schafft Soziale Kultur Zentren - wider die Unkultur von Staat und Kapital

Unterstützt das neue Autonome Zentrum der Kampagne Pyranha in Köln-Kalk mit Eurem Engagement und Material.


Einzelne Erklärung aus dem AZ Plenum zur Situation und "Deeskalationsstrategien":

"Hier noch ein Kommentar dazu, welcher in etwa der Meinung des Plenums entspricht, aber nicht offiziell “abgesegnet” wurde:
Eure Räumung wird lang, laut, hässlich und teuer.
Warum wir schon im Vorfeld keine militante Verteidigung ankündigen?
Machen wir uns nichts vor – wir sind hier nicht in Dänemark oder den 80ern. Wir im AZ sind geteilter Meinung über Militanz, aber wir sind uns einig: die Wiersbergstraße 44 ist durch uns nicht dauerhaft zu verteidigen. Auch nicht mit Steinen oder meterhohen Barrikaden aus Sofas, Tofu, Wut und Hass. Spätestens wenn sich die Staatsmacht wie in Erfurt mit Hubschraubern aufs Dach abseilt, zeigt sich die absurde Stärke des “Rechts” in ihrer vollen Pracht. Wir werden in Kabelbinder-Polonaise nach Brühl verfrachtet und der Tag ist vorbei. Das zu recht gute ‚Image’ des Autonomen Zentrums wird dabei durch einen einzigen fliegenden Stein zerstört, während die Medien endlich die Bilder von den Bösenbösenautonomen zeigen können, die sie hier (ganz enttäuscht) bisher nie gefunden haben. Das Haus würde trotzdem geräumt werden und wir fangen wieder ganz von vorne an, nur diesmal ohne viele abgeschreckte Unterstützer_Innen.
Klar ist: Die sinnlose und brutale Räumung wird uns rasend machen vor Wut.
Aber warum sollten wir deshalb einen von vornherein aussichtslosen und selbstzerstörerischen Kampf führen, wenn es andere Wege gibt, unsere Wut auszudrücken und dabei unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren?
Unser Ziel ist ein Autonomes Zentrum. In den letzten Monaten sind wir sehr viele mehr geworden. Wir haben uns in dieses Haus und die Idee verbissen, weil wir merken wie gut sie ist. Die Idee hat tausende angesteckt und überzeugt.
Deshalb rufen wir alle diese Menschen dazu auf, an der Räumung teilzuhaben. Möglichkeiten gibt es viele – ob sitzblockierend auf dem Vorplatz, angekettet im Hof, skatend im Haus oder tanzend auf dem Dach. Von uns wird keine Gewalt ausgehen – aber wir werden es ihnen auch ganz bestimmt nicht zu leicht machen. Dafür hat das Plenum im Vorfeld beschlossen (und wir hoffen dass sich alle daran halten!):
Das staatliche Spiel der Gewalt spielen wir nicht mit. Im AZ gelten unsere Spielregeln – und wir versprechen stattdessen den Staatsvertreter_Innen: Wir werden “Katz und Maus im Riesenhaus” mit euch spielen! Und wir kennen das Haus mittlerweile ziemlich gut… Also nehmt euch genug zu trinken mit, denn das wird ein langer und heißer Tag in euren Kampfanzügen, bis ihr uns aus den letzten Winkeln gepflückt habt.
Wir sind gespannt und aus Erfahrung etwas besorgt darüber, wie „fair“ die deutsche Polizei in geschlossenen Räumen unter Ausschluss der Öffentlichkeit „spielt“. Unser Aktionskonsens bedeutet nämlich auch: Wenn jemand verletzt wird, dann sind wir das durch euch. Aber das ist uns egal – ihr könnt uns die Köpfe einschlagen, doch nicht unsere Ideen.
Viele von uns werden es nicht mehr rechtzeitig auf das Gelände schaffen, bevor im Morgengrauen der Stadtteil abgeriegelt wird. Aber das macht nichts. Stadt, Staat und Bank sagen wir: Das Haus steht in der Wiersbergstraße, doch die Idee ist nun überall. Versucht sie doch zu fangen!
Rund um euren Belagerungsring werden wir auftauchen und immer wütender und zahlreicher an euren Polizeiketten rütteln. Während andere auf Straßenkreuzungen in Köln und ganz Deutschland den RäumungsRave tanzen. Andere lachend in viele weitere leere Häuser einziehen. Wieder andere überall in den Filialen der Stadtsparkasse und den Ämtern der Stadt ihre Meinung kundtun. Ihr werdet hochsommerlich schwitzend den schwarzen Block, sambatrommelnde Hippies und nervige Clowns in Schach halten müssen, während immer mehr eurer Hundertschaften den Berufsverkehr verstopfen und dazu aus einer Armada von Soundsystems ‘Bass, Bass, Bass’ dröhnt.
Und so wird es die nächsten Wochen weitergehen, denn nach dem Haus ist vor dem Haus. Währenddessen wird in Zeitungen, Blogs und Gesprächen mal wieder all der Dreck unterm kölschen Klüngelteppich beleuchtet, der die Doppelmoral der Urheber dieser Räumung verdeutlicht.
Wir sind schon sehr gespannt was unsren Freund_Innen aus Nah und Fern noch so alles einfällt, um ihre Unterstützung und Wut über diese sinnlose Tat auszudrücken…
Denn sinnlos wäre eure Räumung, und das wisst auch ihr. Die Wiersbergstraße 44 ist perfekt geeignet für unsere Idee eines Autonomen Zentrums, und ihr habt nicht einmal eine andere dafür. Ein leerer oder zerstörter Raum ist euch wichtiger als eine Nutzung durch hunderte und tausende eurer Bürger_Innen.
Das ist euer Recht. Aber es ist nicht unseres. Und das werden wir zeigen – wenn ihr es so wollt.
Der Kampf für ein Autonomes Zentrum hat gerade erst begonnen. Wir werden ihn weiterhin friedlich, aber entschlossen und kreativ führen. Ob in der Wiersbergstraße oder anderswo.
Und das wird lang, laut, hässlich und teuer für euch."
Gefunden in: de.indymedia.org, bzw. in linksunten.indymedia.org, sowie im Texte-Plotter Juli 2010


Kein Tag mehr ohne AZ - "Dampf dem Häuserkampf"!

(Schriftzug auf einer Wand in der Humanwissenschaftlichen Fakultät der 2009 bei der Freiräumung der Flure von Getränke- und Snackautomaten wieder auftauchte.)
Die Alternative Liste - AL - an der Uni Köln begrüßt die Instandsbesetzungsinitiative der Kampagne Pyranha und die Gründung eines Autonomen Zentrums - AZ - in Köln ausdrücklich.
Köln fehlt schon lange ein größerer linker Schutz- und Freiraum.
Die bestehenden Einrichtungen und etablierten Lokale in Köln können den Aufgaben der Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit nicht mehr gerecht werden. (Vorschläge die in den sog. kölner BürgerInnenhaushalt eingereicht wurden sind sehr interessant zu lesen.)
Sämtliche sozialen Orte in Köln haben mit der Bedrohung durch Schulden, Sparmaßnahmen und mit u.a. daraus resultierendem schlechtem Programm zu kämpfen. Siehe: Kölner Ratssitzung wegen Kürzungen gestört (Indymedia 14.07.2010)
Selbst so bekannte Lokale wie die Alte Feuerwache (BAF) sind unter der herrschenden (neoliberalen) "Politik" (aus SPD/Grünen/PDL/CDU/FDP/KBB/pK) zu Orten der Exklusion geworden.
Mit der jährlichen Kürzung und Einsparung von öffentlichen Mitteln, sowie der Privatisierung wurde in Köln ein Bild der sozialen Verwüstung geschaffen. Die so genannte steigende Kriminalitätsrate gehört in der "Unternehmerischen Stadt" zum (absichtlich in Kauf genommenem) Programm, geht doch damit auch die privatisierung der Sicherheits- und Ordnungsdienste, mit der des vorgeblich "öffentlichen Raumes" einher. Die Haushaltsausgaben für die Polizei und das Ordnungsamt ("Sicherheit und Ordnung") stehen darin, wie immer, in krassem Gegensatz zu den so genannten Sozialausgaben, wie "Schulträger[Innen]aufgaben", "Kultur und Wissenschaft" und den Mitteln für "Soziale Hilfen", neben "Kinder, Jugend und Familie", den "Gesundheitsdienste[n]", und dem sog. "Umweltschutz". Der Rest wird, wie (die Zuständigkeiten) überall, zwischen "innerer" und äußerer "Verwaltung" hin und her geschoben. Von der Korruption (dem "Kölner Klüngel") und den zahlreichen Skandalen rund um Entsorgung, Müllverbrennung, Messe, Barmer Viertel, "Lanxess Arena", Rheinauhafen, Uni, FH, etc., ganz zu schweigen. Wäre die Frage "ketzerisch": Sitzen also die eigentlichen "Kriminellen" nicht im "besetzten Haus" sondern ganz woanders und wäre da nicht die Bezeichnung "Kriminelle Vereinigung" angebracht? (Wenn wir sie denn verwenden wollen würden.) Siehe aktuell den Skandal der SSPK selbst: "Köln: Protest gegen Sparkassen-Skandal" (de.Indymedia 11.07.2010)
Die Politik von Kalk kann sich also sogar ganz im Gegenteil zu allen Rufen nach "Recht und Ordnung" und der Angstschürung durch Immobilienfirmen (Hausverwaltungen und Makler) von einer "Abwertung des Wohnviertels" (was ist da noch "abzuwerten"?) glücklich schätzen geschulte, soziale und studierte Menschen in ihrer "Mitte" der Straße und die angeblich "bösen kriminellen Elemente" von der Straße im "AZ" zu wissen. (Wäre das nicht auch im Sinne der "Gewerkschaft der Polizei"?) Einer Umfrage des KSTA zu Folge ist sogar die Mehrheit der "kölner BürgerInnen" für ein Autonomes Zentrum.
Das "AZ" stellt u.a. eine wichtige neue soziokulturelle Funktion in der Tristesse der deindustrialisierten rechtsrheinischen Landschaft dar. Denn "tote Stadt gibts genug". Und es ist weit davon entfernt ein "sozialer Brennpunkt" oder ein "Brandherd" zu sein oder zu werden. (Mal ganz abgesehen von Angriffen der Rechten. Aber das ist ein eigenes Thema.)
Die Funktionalisierungsaspekte eines solchen Ortes sollte sich "die Politik" Kölns gut durch die Köpfe gehen lassen. Vorteile der Förderung des sog. sozialen Friedens und der örtlichen Bindung von sozialpolitischem Engagement überwiegen dort klar die vermeintlichen (ökonomischen) Nachteile.
Für ein Gebäude welches seit über zehn Jahren eine Verlustabschreibung war kann sich die SSPK glücklich schätzen, wenn sie im Monat fünf Euro Abzahlung bekommt.
Ein teilöffentlicher Förderplan, der dem AZ nichts vorschreiben will, sollte da das erste Angebot der Stadt und ein Schritt in die richtige Richtung sein.
Ironischerweise wurde eine Ente - die Falschmeldung von Finanzanträgen bei der Stadt seitens des AZs bereits von der Presse verbreitet. Dabei wollen sich die AZlerInnen mit Sicherheit nie und nimmer vorschreiben lassen welches Programm in ihrem AZ zu laufen hat. Und das muss auch respektiert werden.
Die VertreterInnen von Stadtverwaltung, Politik und SSPK müssen mit den InstandsbesetzerInnen und engagierten AZlerInnen unbedingt an den Verhandlungstisch und sich - offen und transparent - auf Augenhöhe begegnen! Den Anfang haben die AZlerInnen gemacht. Die abwehrende Haltung der Stadt, der süffisante Jargon von ihrem OB und die echauffierte Art der SSPK haben dazu erstmal zurückgenommen zu werden. Schließlich wollen die BesetzerInnen nicht nur Etwas sondern sie bieten der Stadt auch Etwas. Ungeahnte Möglichkeiten.
Für mehr selbstorganisiertes Leben in Köln und überall.
Mehr Adbustingaktionen.
Gegen das "Kraakverbot" in den Niederlanden.
Und mehr Mut zum Freiheitskampf.

Berichte von Allerorten:
- Rückzug der "Stadt und Polizei"? (30.06.2010 bei de.Indy)
- Hans Detlev von Kirchbach (u.a. WDR, NRhZ, "Freidenker", Vorträge gegen Schwulenfeindlichkeit, Homophobie, etc.) korrespondiert von der Domplatte und aus dem "besetzten Rathaus": "Autonomes Zentrum: Räumung oder Rettung" (14.07.2010 "NRhZ")
- Soliaktion Mülheim a.d.R. (de.indy 09.07.2010)
- Soliaktion für kölner AZ in Freiburg (01.07.2010)
- Weitere autonome und indypendend Berichte siehe Pressespiegel unten.
Viele Inis aus ganz NRW und der ganzen BRD, sowie auch IntersquatterInnen unterstützen das AZ
Links:
* Freiraumtanz Bochum
* Das AZ Aachen
* Der AStA der FH Köln
* Die Antifa Neuss
* Das AZ Wuppertal
* Die autonome Kampagne Wir Bleiben ALle - WBA
* Die KEAs Kölner Erwerbslose in Aktion
* Prekär.Info
* Die Wobblies IWW Köln
* Und sogar die kommische Sekte ADGHYouth

Dokumentation

Independent Media aus dem AZ

Kommunique No. 3:

Kommunique No. 2


Presseschau des AZ

- BesetzerInnenseite http://unsersquat.blogsport.eu/presse/
- Indymedia:
Sparkasse schenkt Autonomen Haus
Kommunique No. 3
Soliaktion in Freiburg
Rathausbesetzung statt Räumung
1. Räumungsdrohung
1. Drohende Räumung
Antirep Soliparty
Antiknastaktionstag Kalk
50 Tage AZ
Podiumsdiskussion Städtische Bewegungen (Thema "Recht auf Stadt", usw.)
4 Wochen AZ
AZ Demo
3 Wochen AZ Solidemo
AZ Solidemo
10 Tage AZ
Treffen mit der Stadtsparkasse Köln - SPK
Solidemo in Nürnberg
News aus dem frischen AZ
AZ nimmt Gestalt an - Instandsbesetzung
Sponti am neuen AZ
Besetzung - Gründung des neuen AZ Köln
Besetzung der ehem. KHD-Kantine / des neuen AZ Köln
Kommunique No. 1 der Kampagne Pyranha vor der Landtagswahl in NRW (das Erste und vorerst Letzte vor dem neuen AZ...)
- Linksunten:



Alle zwischen dem Text eingefügten Bilder sind von dem Weblog "Unsersquat.blogsport.eu" des AZ geklaut...


   


Links

(Bitte lest dazu den Disclaimer im Impressum)

Unsere besondere Empfehlung:



School Is Open
Kritische Bildung, Vorträge, Seminare, Tutorien und Exkursionen des StAVV an der Hum.F.:

Ringvorlesung

Call for papers

SIO-Veranstaltungskalender

AS.ISM - Streitschrift gegen Sexismus

AS.ISM#3


Vom ASBB - AntiSexismusBuendnisBerlin


Unser ironisches Quizspiel:
wwr
Wer-Wird-Revolutionär?
Das beliebte Quiz nicht nur fuer "rote Socken"
Broschiert im gut sortierten Buchhandel, Online oder Antiquariat erhaeltlich.

Straßen aus Zucker
Straßen aus Zucker

Zeitung des UmsGanze Bündnisses aus Berlin

Der Antifa AK Köln
- No-Racism.mobi -
unterstützt die
Antinationale Kampagne des

"UmsGanze" Bündnis

Alle Tage Antifa!


Dokuseiten des Antifa-AK an der Uni Koeln (jetzt in umsGanze: www.No-Racism.mobi)

Koeln.Antifa.net
Die Antifaschistische Koordination Köln und Umland: AKKU (in der IL) hat mit dem AK eine Broschüre gegen die "Automaten-Nazis" - so genannte "Autonome Nationalisten" - herausgegeben:



Info-Broschüre gegen die "AN"'s.


JD/JL

JungdemokratInnen - Junge Linke
(Bundesweite Seminare)



Für ein AZ mit Tanzfläche in Köln
Coz if I can't dance to it, it's not my Revolution


Bildungsstreik Koeln


Mehr Infos unter der Rubrik Bildungspolitik

Das Cafe Chaos an der HumF

CafeChaos.org


Bund demokratischer WissenschaftlerInnen



Einstellung der sog. 129a Verfahren - sofort!


Gottkönig der Abergläubigen:
Entlarvung des Gottkönigs "Dalai Lama" und der beschönigten Mythen über Tibet (von Colin Goldner aus dem Forum Kritische Psychologie)


STOPP CASTOR!
Atomanlagen abschalten, sofort.

Anti-Atom-Aktuell (Termine)



BUKO Kampagne gegen Biopatente
Stoppt die Biopiraterie

Freiheit fuer alle politischen Gefangenen

Einstellung aller 129a Verfahren
Abschaffung von 129a&b

"Bundeswehr - Wegtreten"

Koelner Initiative gegen die Militarisierung der Gesellschaft


Mit Pink Rabbit gegen Deutschland

Eine Kampagne der NaturfreundInnenJugend Berlin


Aktiv gegen Abschiebung


Kein Mensch ist illegal!


Jegliche StudienGebuehren abschaffen!

Studiengebuehrenboykott AK
an der Uni Koeln


Kritische Bildung fuer Alle
Freie Uni Koeln (FUK)

und zwar kostenlos und nicht umsonst



Killercoke.org (html)


Der koelner "Infoladen"
(Die LC36)


Termine - PLOTTER -
Veranstaltungskalender fuer Koeln und Umgebung


Indymedia
Use independent media
Indymedia links Infosite (html)

Synde - Indymedia Newssammlung
(aus Indy brd, at, ch)

Indymedia Linksunten


IndyLinksUntenLiveTigger





Kanal B - Videoportal


Rechtshilfe? Rote Hilfe!

Die Rote Hilfe

Beratung und Solidarität gegen Repression, Gewaltmonopol, paternalistische Klassenjustiz und Justizwillkür

Aussageverweigerungsinfo


Umbruch Bildarchiv


Soziale Kämpfe - Soziale Bewegungen


Veranstaltungen zur politischen Bildung des AStAs der Fachschochschule Koeln:

(z.T. kritisch zu betrachten.)

AStA der FH Köln (Deutz)
Info zum 60. Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:


Anti-G8-WWG

Anti-G8-Buendnis Koeln

www.GipfelSoli.org



Stopp-Seite.de gegen die neuen Internet-Überwachungsgesetze




   Eine politische Gruppe - entstanden aus der Idee der Emanzipation der Menschen selbst
   mit der Utopie der Autonomie - alle Formen der Herrschaft von Menschen über Menschen zu beenden - Kapitalismus und Faschismus abzuschaffen
   mit dem Kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse zu beenden, in denen Menschen erniedrigt, gezwungen, alleingelassen und verachtet werden


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