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Frühjahr-Sommer 2011

Übern Guttenberg stolpern?

Seit dem Fälschungs-Skandal der eigentlich erst wieder die Misere der deutschen Bildungslandschaft offenbarte ist das Wort "Guttenberg" wie ein Begriff für Plagiate, denn weniger als Name, in aller Munde.
Wenig verwunderlich ist, daß im Anschluß daran mehrere weitere erfolgreiche Betrugsfälle und Bestechungsversuche (jaja, "Korruption" in den Unis) laut wurden. Ob damit der gute Ruf der deutschen Unis oder des Wissenschaftsstandorts gerettet werden soll(te) oder ob es um ein parlamentspolitisches Gerangel geht, kann hier fast wieder einmal gleich sein, betrachtet Mensch die Vorgänge in der Wissenschaftspolitik seit den siebziger Jahren (1970er) sehr viel genauer - als es in Talkshows der Fall ist.

Zum Thema "Guttenberg" und sein Doktortitel (häufig irrigerweise gleichgesetzt mit seriöser Wissenschaft) ist nämlich ein guter, wissenschaftskritischer, Artikel im Astainfo - Nr. 20, im April 2011 - des AStA der Technischen Uni (TU) Berlin erschienen.
Hier gibts das AStA-Info #20 - 4/2011 als PDF: http://asta.tu-berlin.de/referate/offentlichkeit/astainfo-online/ai_april11_web.pdf
Und hier als Text:

Angefangen hat alles mit einer Rezension der Guttenberg-Dissertation „Verfassung und Verfassungsvertrag.
Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU“ (2009) in der Zeitschrift „Kritische Justiz“ (www.kj.nomos.de) durch den Bremer Jura-Prof. Andreas Fischer-Lescano. 
Als inhaltlich schwach (Guttenberg bleibe „weit hinter der wissenschaftlichen Diskussion zurück (...) ohne Erkenntnisge winn“) beurteilte er die Arbeit und fand neun Stellen, die von an-
deren AutorInnen stammen und nicht als solche gekennzeichnet sind. Während für ihn die Sache erledigt war, folgten nun hunderte unterschiedlich motivierte WebsucherInnen, die dem mittlerweile zurückgetretenen Bundesverteidigungsministers nachweisen wollten, dass seine Dissertation in großen Teilen kopiert ist.
Oliver Lepsius, Staatsrechtsprofessor an der Uni Bayreuth, wo Guttenberg die Dissertation verfasst hatte, gab dem Minister letztlich den Rest. Der Idealtypus eines Fachbetriebsprofessors (nach Max Webers „Wissenschaft als Beruf“ 1922) in Gestalt eines uncharismatischen Staatsrechtlers äußerte „rein zu Sache“ die an Universitäten verlorengegangengeglaubte schlichte Wahrheit: „Es ist Betrug, Guttenberg ist ein Betrüger.“ Und, der Satz, der Guttenberg bewog sein Amt niederzulegen: „Wenn er in diesem Fall nicht wusste was er tut, weiß er es denn in anderen Fällen?“ Die gigantische Verbreitung dieser Wahrheit erfolgte nicht in Fachzeitschriften, sondern passend zur Emotionalität des Ausspruchs, über Youtube. Die Welle ehrlicher Empörung in der akademischen Landschaft sorgte für den Rücktritt Guttenbergs. Keine Anti-Kriegsbewegung hat das jemals geschafft. Nicht falsch verstehen, wenn ein Verteidigungs/Kriegsminister zurücktreten muss ist das immer erfreulich. Gleichzeitig macht uns der Grund stutzig.

Die (Bildungs)Elite verteidigt sich 

63584 BürgerInnen haben den Offenen Brief der Doktoranden unterschrieben. Gewarnt wird darin vor dem Untergang des „akademischen Ehrenworts“, der mit der mutmaßlichen Verhöhnung „aller, die auf ehrliche Art und Weise versuchen, ihren Teil zum wissenschaftlichen Fortschritt beizutragen.“ durch die Bundesregierung einhergeht. Wenn sich viele einig sind, muss irgendwas inhaltlich verkürzt sein. Wir fragen uns, warum plötzlich die Beachtung und Einhaltung bürgerliche Werte und Regeln allseits verteidigt wird. Es ist die Statuspanik der AkademikerInnen, die noch so prekarisiert, ihre, zumindest theoretisch gehobene Stellung gegenüber den Nicht-AkademikerInnen verteidigen wollen. 
Welche Doktorarbeiten und welche Noten sind denn schon „ehrlich“ erworben? Jahr um Jahr werden Fälle von Titelbetrug aufgedeckt, Professoren erweisen sich als käuflich, sexuelle Dienste werden mehr oder weniger offen für gute Abschlüsse verlangt, ein gefälliges Äußeres, Strebsamkeit, die Nationalität und die Spenden der Eltern sorgen schon in der Schule für gute Noten. Wenn das Elternhaus stimmt, wird der Nachwuchsweitaus eher als hochbegabt eingestuft als die Kinder jener Versehrten, die von der „Supernanny“ vorgeführt werden. Das Bildungssystem wird seit Jahrzehnten zu einem Elitenförderungssystem umgebaut – und diese Elite pocht nun auf ihre Rechte auch als solche anerkannt zu werden. Es sind die Privilegierten dieses Systems, die allen ernstes Glauben sie säßen aus purem Fleiß an ihren Schreibtischen, statt als Facharbeiter sich den Rücken krumm zu machen.
Das Beharren auf „die ehrliche Art und Weise“, hilft ein System zu stützen, in dem der akademische Titel kulturelles Kapital mit sich bringt, nicht aber „wissenschaftlichen Fortschritt“ und schon gar nicht den Fortschritt im Sinne der Aufklärung. Indem man die „Hochstapler“ (Sigmar Gabriel) und „Mogelpeter“ (Arnulf Baring) nun anprangert, fordert man zugleich Exzellenzinitiativen und Elitendenken.

Das Bildungssystem müsste kritisiert werden, statt es zu verteidigen

Die Beschwörung der Tugenden reduziert Wissenschaft auf korrektes Zitieren und Ehrlichkeit, Promovieren auf harte und mühselige Arbeit. Der Erkenntnisgewinn wird diffus als „Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung“ aufgeführt, aber nicht präzisiert. Im Rahmen von Drittmittelanträgen wird die Anforderung an die Wissenschaft eher deutlich: konkrete Ratschläge, Anwendungsbezüge und Handwerkstechniken, am besten unmittelbar ökonomisierbares Wissen sollen produziert werden.
Das Ideal der Wissenschaft als Ort selbstbestimmter Forschung, in ihren besten Momenten der Wahrheit verpflichtet, war zwar stets prekär und immer auch Ideologie. Doch je mehr die Universitäten als Wirtschaftsunternehmen funktionieren sollen, umso weniger erwünscht scheint dieser Anspruch. Die Umstrukturierung der Studiengänge, das aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis von Forschung und Lehre, die immer prekäreren universitären Arbeitsbedingungen zeugen davon, dass Sachhaltiges immer mehr angeblichen Sachzwängen geopfert wird. Während diese Entwicklungen weitgehend von Protesten unbehelligt bleiben, lässt die Beschwörung von Ehrlichkeit und Anstand zehntausende Promovierende und WissenschaftlerInnen zusammenstehen. 
Dabei wäre die öffentliche Diskussion um das Verhältnis von Politik und Wissenschaft, eine Gelegenheit, sich jenseits von Verwertbarkeit und richtigen Handwerkstechniken über Inhalte zu verständigen. Denn der „Erkenntnisgewinn“ der Wissenschaft, wenn er denn überhaupt mal im progressiven Sinne stattfinden kann, mündet viel zu selten in politischer Handlung und Gestaltung.

Wissenschaft und Politik: Zwei getrennte Sphären?

Die Gelehrten mögen sich aus der Politik heraus halten, ist ein Credo, dass auch bei Max Weber und seinem Werturteilspostulat historische Wurzeln hat. Der Wissenschaft obliegt die Anhäufung der Fakten - der Politik, die Bewertung. Der CDU-Politiker Franz Josef Strauß drückte es in den fünfziger Jahren so aus „Otto Hahn ist ein alter Trottel, der die Tränen nicht halten und nachts nicht schlafen kann, wenn er an Hiroshima denkt.“ Der Atomphysiker Hahn hatte 1957 in der „Göttinger Erklärung“ vor der Aufrüstung der BRD mit Atomwaffen gewarnt und damit sein Werturteil ungefragt abgegeben. Ob bei Atomenergie oder Klimawandel ist die Wissenschaft zwar für den Fortschritt zuständig,
doch in welche Richtung dieser gehen soll, entscheiden die po-
litisch und ökonomisch Mächtigen. 

Universitäten sind somit bloße Unternehmen zur Bereitstellung von Personal für Staat, Mili-
tär und Wirtschaft. Die Vereinheitlichung der Studiengänge und
Abschlüsse, sowie die ökonomische Durchdringung der Univer-
sitäten folgen schlicht der Deckung des geforderten Bedarfs an
Forschungs- und Fachkräfteoutput.

Dr. Oetker, Dr. Sommer, Dr. Motte, Dr. Seltsam – was wären wir Herrschaften ohne unsere Titel.

Ja, die Bildung und der akademische Titel adeln uns Akademi-
kerInnen, täuschen uns aber gleichzeitig über den Mangel an po-
litischem Einfluss hinweg. Der Ort für kritisches Denken ist und
war, zumindest hierzulande, nie die Universität. Es ist kein Zu-
fall dass nach der humboldtschen Reform der Universitäten im
19. Jahrhundert die linken Hegelianer Marx, Feuerbach und Ruge
aus den Universitäten ausgeschlossen wurden und sich, wie auch
Darwin und Nietzsche, nicht dem akademischen Betrieb und sei-
ner politischen Steuerung unterwarfen, sondern die Forschungen
in ihrer, aufgrund ihrer finanziellen Stellung sehr akzeptablen, Stu-
be verrichteten.

Das Relikt des Dr.-Titels passt nicht in diese Zeit

Besonderer Reichtum bedarf mitunter besondere Rechtfer-
tigung: eine standesgemäße akademische Qualifikation gehört
dazu, glaubt Guttenberg und bekanntlich viele Doktoranden, die
sich gerade empören. Doch es geht auch anders. Bild-Chefre-
dakteur Kai Diekmann hat sein Studium abgebrochen, unzähli-
ge Vorstandschefs in DAX-Unternehmen tragen keinen Doktor-
titel zur Zierde. Mangelndes akademisches Durchhaltevermögen
ist das Abzeichen für ökonomischen Erfolg. Warum schaffen wir
den Doktor-Titel nicht einfach ab? Für die Karriere braucht man
ihn ohnehin nicht. Das Dr. auf den Visitenkarten zeigt nur noch
Milieuzugehörigkeit an. Der niedergelassene Arzt verdient auch
ohne den Titel. Dabei ist gerade für MedizinerInnen dieses Re-
likt der Standestradition meist mit dem wissenschaftlichen Auf-
wand einer Bachelorarbeit zu erlangen. Woher kommt dieser Ver-
lust der Titel-Autorität?
Allzu tiefgründiges Wissen ist in der Wissensgesellschaft pa-
radoxerweise eher Hindernis. Es zählen Flexibilität und Wendig-
keit. Der Soziologe Richard Sennet beschreibt es so „Organisa-
tionen, in denen Inhalte sich ständig ändern, erfordern mobile
Problemlösungsfähigkeiten. Das Bestreben sich sehr intensiv mit
einem Problem zu beschäftigen, wäre dysfunktional, da Projekte
ebenso abrupt enden, wie sie beginnen.“ Der Bachelor als Re-
gelabschluss ist Ergebnis dieser Projektifizierung und der kurzen
Produktionszyklen: griffige Formeln, kurze Merksätze, etablierte
Methoden mit erwartbaren Ergebnissen - alles andere, wie das
Lesen von Klassikern, wirkt wie antiquierter Bildungsfetisch. Die
aktuelle Limitierung des Geistes steht im Gegensatz zum Dr.-Ti-
tel, der im 13. Jahrhundert in Bologna (ausgerechnet!) erfunden
wurde, um einen elitären Zirkel von Universalgelehrten zu kenn-
zeichnen. Die Bildungsexpansion der 1970er Jahre führte nicht
nur zu gewisser Chancengleicheit, sondern auch zu einer Ent-
wertung des Titels durch Massengebrauch. Die Promotionsab-
schlüsse haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt (2009
waren es 25.000). Nirgends wollen mehr den Titel als hierzulande,
obwohl er eine schwindende Rolle in der gesellschaftlichen An-
erkennung spielt. Plagiate mögen Betrug sein, doch was bringen
Dissertationen, die endlos, aber korrekt nachgewiesene Zitate
aneinanderreihen? Warum sollten Doktorarbeiten dem Eigensinn
der Originalität Tribut zollen, wenn der Wissenschaftsbetrieb auf
Veröffentlichungsanzahl und Impact-Faktoren (wie oft wird mein
Beitrag zitiert) beruht? Das Wiederkäuen von alten Thesen und
Ergebnissen in immer neuem Gewand ist reine Output-Optimie-
rung. Das Plagiat ist der Offenbarungseid jener Uni, die sich der Industrie längst angeglichen hat.

Der Doktortitel ist ein Kulturgut; ein Denkmal für die Autonomie
des Geistes, die trotz ihrer Unwahrheit einen Funken Utopie be-
reithält. Dieses Denkmal ist anachronistisch, weist aber auf eine
Zeit, die verloren ist und auf deren Suche sich zu begeben offen-
bar nicht mehr lohnt.
Den einzigen Sinn findet der Doktortitel heutzutage allerdings
noch im Personalausweis, der unter den strengen Augen der Ord-
nungshüter in der Polizeikontrolle Geltung entfaltet: „Fahren sie
mal, Herr Doktor, ihr Patient wartet sicher schon.“

Für mehr „gesellschaftlichen Fortschritt“ im Gegensinn zu ökono-
mischen und politisch opportunen Sachzwängen! Duddy Kravitz

Abgeschrieben vom: AStA-Info Nr. 20, April 2011, AStA TU Berlin
http://asta.tu-berlin.de/referate/offentlichkeit/astainfo-online/ai_april11_web.pdf




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Emancipate today
Kaempft fuer freie Bildung! Kampf den versteinerten Verhaeltnissen. Denn der Kampf um die "Bildung" ist Teil des Kampfes um die gesellschaftlichen Verhaeltnisse.

Erklärung für demokratische und kritische Unis

Studiengebühren und sog. Hochschulfreiheitsgesetze machen die Uni mehr und mehr zur Denkfabrik. Mit zwangszugeteilten Lehrveranstaltungen, Anwesenheitskontrollen und inhaltlich entleerten Modulhäppchen wird das System der strukturellen Gewalt durchgesetzt. Der Bachelor-Kurzstudiengang soll nichts als billige Arbeitskräfte liefern, die im Dauerstresszustand ausgebildet werden. Der Mehrheit der Menschheit wird jedoch, auch in der BRD, der Zugang zu "Bildung" und Aufklärung vorenthalten. Wissenschaftliche Forschung wird ausschließlich in exklusiven Zirkeln für die Wirtschafts- und Staatsmacht betrieben. Viele u.a. finanziell benachteiligte Menschen werden durch Studiengebühren von vorneherein ausgeschlossen. Kritische Bildung, antisexistische, antibiologistische, feministische und ökologische Forschungsansätze werden verdrängt und durch wertkonservative Vorstellungen, mit jeder neuen Reform, verdrängt. Wir fordern dagegen selbst bestimmte, interdisziplinäre Bildung für Alle - kostenlos! Wir fordern dazu auch die gleichberechtigte Vertretung aller Gruppen in den Uni-Gremien und der Verwaltung (Drittel- /bzw. Viertelparitätisch), als gemeinsame Organisationsform. Die Arbeit zu mehr (libertärer) Egalität innerhalb des sog. "Elfenbeinturms" ist darin aber nur - bis zur Umwerfung der Verhältnisse - unser Etappenziel.

Siehe auch die Broschüre des Boykott AKs: "Die Stützen der unternehmerischen Hochschule"

Und hier noch eine ältere Stellungnahme dazu, ein Dokument aus dem Archiv der Bildungsproteste: "Das Bildungswesen ist kein Wirtschaftsbetrieb" (pdf) von der Liste der Vollversammlung (VV) und ALerInnen an der HumF (ehem. EZW/EWF/HPF).

Viva la libertad!

Um Studiengebühren gewaltsam durchzusetzen und (studentische) Proteste im Keim zu ersticken, ruft der von Oben gekrönte Rektor Freimuth, so oft er kann die Polizei auf den Campus und in die Uni. Denn nur mit seiner Erlaubnis darf diese auf dem Unigelände und innerhalb der Räumlichkeiten (ohne "Gefahr im Verzug", oder gezielte Verfolgung) tätig werden. Es wurde und wird willkürlich mit Hausverboten und Strafanzeigen gedroht, wie z.B. gegen die AulabesetzerInnen beim Bildungsstreik 2009 im Hauptgebäude. Durch computergestützte Seminareinwahlsysteme (UK-Online, heute KLIPS) und digitale Kameras auf dem Campus wird die virtuelle kapitalistische Kontrolle bestärkt und ausgebaut. Die Studierenden und Angestellten der Uni werden so an rundum Überwachung gewöhnt. Das passt zum diktatorischen Wahn, frei nach dem strammen innenministeriellen Vorreiter Schäuble, jedes Handy und jeden PC kontrollieren wollen zu können. Wir wollen dagegen eine lebendige Uni und keine Benimmanstalt. Knäste und Psychatrien abschaffen, zu Baulücken oder AZ's! "Freiheit statt Angst".


Gegen den "Muff von tausend Jahren"!
Wir fordern als Hochschulgruppe an der Uni Köln die sofortige Abschaffung aller sog. Hochschulräte und den Rücktritt aller Senatsmitglieder die für den Einsatz des sog. Hochschulrates, sowie die Studiengebühren u.a. sozialselektive, rassistische Ausschlüsse gestimmt haben, wie die Auflösung des Senates und Rektorates der Uni Köln. Denn Räte ohne direkte/echte Demokratie akzeptieren wir nicht - niemals. Wer sich permanent erdreistet im Namen der StudentInnenschaft, bzw. sogar aller Mitglieder und Statusgruppen einer Hochschule zu sprechen, obwohl sie nicht einmal von allen Mitgliedern dieser Institution gewählt werden können (den einfachen LohnarbeiterInnen an der Uni nämlich, wie überall) und natürlich auch nicht wurden (denn welche/r StudentIn - außer den ganz Rechten - sollte schon so einen Rektor und solche nichtstudentischen Senator(Inn)en wählen?), geschweige denn von möglicherweise zukünftigen Hochschulangehörigen; darf eigentlich nicht das Recht der Vertretung und Leitung einer solchen Einrichtung haben. Und wer ohnehin schon seit langem dafür sorgt, daß die demokratischen Grundrechte systematisch demontiert und außer Kraft gesetzt werden, ist (offenkundig und bekanntermaßen, selbsterklärt) demokratiefeindlich und muss nicht nur abdanken, sondern gehört mitsamt den stimmraubenden Gremien und der ausbeutungsfreundlichen, menschenverachtenden Kaste im akademischen Wesen endlich abgeschafft. Daß es natürlich im nationalstaate BRD ganz anders als wirklich demokratisch läuft ist leider klar. Froh sein können wir "hier" bislang dagegen nur, daß es den "WeststudentInnenschaften" nicht so ergangen ist wie denen im "Süden", die wurden nämlich mal eben abgeschafft, bzw. ihre Einführung und rechtmäßige Bestätigung der politischen Beteiligung am Hochschulwesen der BRD von konservativen Kräften verhindert.
Lest dazu: Die (ironische) "Geschichte der Uni Köln" und beteiligt Euch an der Politik der StudentInnenschaft, am besten selbstverständlich in der AL.
Jeden Dienstag könnt Ihr dazu mit uns plenen und Euch z.B. Sachen ausdenken wie wir die sog. "Bildungsmisere" endlich los werden.




Raus aus dem StuPa - rein in die APO

Die AL hat absichtlich nicht mehr zu den Studierendenparlamentswahlen und für den AStA 2010-2011 kandidiert und erklärt Euch hier warum:

Stellungnahme der AL

(PDF) Aber die AL lebt und macht weiter, anders als bisher. Text: "AL_Ien die Wiedergeburt" (PDF)
Was im Studierendenparlament zur Zeit der AL noch abging kannst Du hier nachlesen (html).
Glaube nicht an UFOs. PDF der AL zu den gescheiterten Koalitionsverhandlungen 2010 (für einen basisdemokratischeren AStA), mit maßgeblicher Verhinderung durch die sog. UFO (Ex-"LiLi"+"Lust" Uni Köln) unter Mitschuld der Grünen Hochschulgruppe Campusgrün (jetzt im rot-grünen AStA 2011).

www.al-koeln.tk



Übern Guttenberg stolpern?

Zum Thema "Guttenberg" und die Wissenschaft ist ein guter, wissenschaftskritischer, Artikel im Astainfo - Nr. 20, im April 2011 - des AStA der Technischen Uni (TU) Berlin erschienen.
Hier gibts das AStA-Info #20 - 4/2011 als PDF: http://asta.tu-berlin.de/referate/offentlichkeit/astainfo-online/ai_april11_web.pdf
Und hier als Text: ../bilpol/guttenberg.html
Auch sonst finden sich weitere nette Artikel in dem Infoheft, der Zeitschrift vom AStA der TU Berlin:

"AStA Info Nr. 20 (April 2011): [Senator] Zöllners [(Berlin)] Vision einer Hochschule | Steigende Studierendenzahlen | Suizide an der TU | Rechtsschutz: Festung Universität | Wer betreut eigentlich die Kinder? | Interview: Studenten[*]verbindungen | Norbert Bolz bei "Schall und Rauch" | Rechte Umtriebe im Franz-Fischer-Bau | Wissenschaftslandschaft: Das Delikt eines Kavaliers, kann nur ein Kavaliersdelikt sein. | Anwesenheitspflichten | Interview: Liegt es an den Frauen? | Üni-Ei – Plattform zum Aktiv werden. | Soziologiekongress | VWL Aktuell - Der Sarrazin Coup | TU-Drohnen im Einsatz gegen Demos | Mit Kreuzworträtsel usw. " (http://asta.tu-berlin.de/referate/offentlichkeit/astainfo-online)



Alte Seite:


2010

Bericht von der Bildungsstreik-Demo in Köln am 22.4.2010


Vom Anarchosyndikat Köln-Bonn auf http://anarchosyndikalismus.blogsport.de/ und auf Indynormalo.de

+++

Ältere Indypendend-Media-Berichte zu BS-Aktionen:
Minister Besuch und Anzeigen an der Uni Köln (14.01.2010)
Uni Köln nach Räumung erneut besetzt! (14.11.2009)
Uni Köln brennt wieder (24.11.2009)
Uni Köln von Polizei geräumt (20.11.2009)
Uni Köln besetzt (18.11.2009)
PM von Tag 1 Uni Köln (15.06.2010)
BS in Köln (12.06.2010)
Bericht aus der ErstemesterInnenbegrüßung (20.04.2009)


Januar 2010

Berichte mit Fotos von der Demo in FFM: Presse AK des Protestplenums Frankfurt (Indymedia 31.01.2010) und Unidemo Frankfurt (von "saul" 30.01.2010 ebenfalls auf Indy)

30.01.2010 - Unser Leben in unsere Hände

Die (Uni-)Welt gehört uns Allen

Aufruf zur Demo am 30.1.2010 in Frankfurt am Main (FFM), 14Uhr Bockenheimer Warte

Gemeinsame Reise nach FFM und zurück mit dem Bildungsstreik Bündnis Köln
Businfos Köln: "Tickets sind abholbereit" (der erste Bus ist ausgebucht, es gibt einen zweiten Bus!)
Buskontaktemail: busffm@hotmail.de
Last Minute Reisen | SozRevBündnis-Anreiseorga aus Köln: Entweder eine Mail an antifa-ak-koeln(at)web.de oder im AStA-Laden (Universitätstr. 16, 1. Etage) noch rasch ein Ticket (für den zweiten Bus) erwerben.
Hinfahrt: ab 10:30Uhr (pünktlich!) Köln Hbf, Busbahnhof auf der Seite des Musicaldomes - Rückfahrt: ab 19:00Uhr Campus Uni Ffm (Bockenheim)
Vernetzung/Kontakt/Infos zur unabhängigen Widerstandsgruppe an der Uni Köln: resistance_at_uni-koeln_de

Alles für Alle - und zwar sofort - Für die soziale Revolution!

Unser Leben in unsere Hände - Flyer der AL, mit dem Aufruf zum Aktionstag 30.01.2010

Latest News, Informationen aus FFM: FFM: Bundesweite Demo „Die Uni gehört allen“ (https://linksunten.indymedia.org/de/node/16312)

Bildungsstreik Frankfurt a.M. (http://bildungsstreik-ffm.de/cms/)

Mitfahrzentrale nach Frankfurt (http://unserebildung.de/wiki/Mitfahrzentrale_nach_Frankfurt)

Indymedia, Last Update vor der Demo, EA-Nummer, etc.: FFM: Uni im Ausnahmezustand *last update


Zum kritischen Lesen: "Die Studierendenrevolte im Jahr 2009" (pdf) von Prof. Heinz Gess (Bielefeld).


"Hurra, hurra, die [Uni] brennt...!"

(Zitat: Bekannter NDW-Song "Die Schule brennt")
Los gings mit dem neuen "Bildungsstreik" (BS) 2009 als u.a. der Haupthörsaal der Uni Wien von ihren Studis besetzt wurde und die sozialen Kämpfe sich selbst in der LMU (München) und dem "deutschen Hinterland" niederschlugen. Kulminationspunkt 2009 war sicher (wieder) der Schlagabtausch in FFM (Frankfurt), als es um die Mensa-Besetzung ging. Das löste eine Welle der Solidarität, vor allem in der BRD, aus. In Berlin, Hamburg, Göttingen, Freiburg, Münster, Bielefeld, Köln, Bonn und dem gesamten Ruhrgebiet, aber auch den sog. Neuen Bundesländern wurden Räume, u.a. repräsentative Hörsääle (von Hochschulen und Schulen - Aulas) besetzt und (nicht nur) ein neues Bildungssystem gefordert. Solidarisiert wurde sich außerdem auch mit sozialen Kämpfen weltweit (in Frankreich, Griechenland und Ländern des Trikont). Vorrangiges Ziel der sog. Studierendenproteste ist und blieb aber bislang (vordergründig) die sog. Freie Bildung. Differenzierte Ansichten und Forderungen wurden im Laufe der bundesweiten Streik- und Demowellen, z.T. leider nicht fortlaufend diskutiert. In Köln wurde dies von der AL und einzelnen Kräften immer wieder Anstoßweise versucht. Die Orientierung am emanzipatorischen und antikapitalistischen Kern der Sache fällt vielen BS-Orgas und Gruppen aber leider oft schwer, denn zu leicht wirken "Zuckerbrot und Peitsche" der Herrschenden und lassen die Stimmung ins reformistische oder gar reaktionäre Millieu kippen. Die Bewegung in ihrer intuitiven Eigendynamik der Selbstbefreiung konnte das aber bis jetzt nicht - en gros - bremsen. Wir wollen die Protestwelle - nach wie vor - niemals zum brechen oder zur Umkehr bringen (auch wenn das konservative Kräfte, wie der RCDS, die Unabs oder die LHG und z.T. auch die hier sog. Lust) immer wieder versuchen/versucht haben), sondern weiter stärker und - mit kritischen Inputs unterfüttert - größer werden lassen. Unterstützt daher mit uns kritisch die Bewegung im Kampf für Kritische / Emanzipatorische Bildung und die Befreiung der Menschen aus Unterdrückung und Ausbeutung.
Zum BS 2009 siehe: www.unibrennt.at, www.unibrennt.de, www.bildungsstreik.net








Immer wieder Aktuell dazu, siehe auch:

Das Unijournal der Universität zu Köln AG (2007 bzw. 1997 oder war es doch eher 2017?)
als pdf zum Anschauen und Downloaden. (Achtung Satire!)


Geschichte des Widerstands an der Uni Köln von und mit der AL

Für die Recherche, zum Suchen und Weiterlesen:

Archiv 2009

Archiv 2008

Archiv 2007

Archiv 2006

In Memory das Besetzungsvideo 2006 aus dem Rektorat der Uni Köln:

Bildungspolitisches-Hochschulpolitisches Archiv der AL
von 1997 bis 2005

   

Links und Empfehlungen:


Unsere besondere Empfehlung:
School Is Open
Kritische Bildung, Vorträge, Seminare, Tutorien und Exkursionen des StAVV an der Hum.F.:

Ringvorlesung

Call for papers

SIO-Veranstaltungskalender

Eine Schule für Alle

Wo bitte gehts zur Integration?
Der Eltern Ratgeber für NRW

Broschüre zum Thema Integration

Texte zu Bertelsmann aus den Materialien.org von Detlef Hartmann:
- "Weltmacht"
- "Bertelsmann: Treiber der Kultur eines strategischen Denkens"
(U.a. besprochen im Rahmen der, nicht mehr aktiven; "Freien Uni Köln", 2007)
Weitere beispielhafte Texte von D.H., z.B. hier zum militärischen Sonderforschungsbereich - "SFB 700":
- "Die Knarre in der einen Hand, den Bleistift in der anderen. - Forschen für die neuen Kriege..."
- "SFB 700 - ein neokoloniales Projekt?"
- "Die Krise, SFB 700 und die NATO" (pdf)
Andere Texte der Materialien.org (Wir müssen nicht alle Einschätzungen oder Meinungen der VerfasserInnen teilen um diesen Link hier zu setzen.)
D.H.: Cluster - Die neue Etappe des Kapitalismus

Infos ueber die Hintergruende der Umstrukturierung des Bildungssystems (das CHE) und Materialien gegen Bertelsmann:
Anti-Bertelsmann.de



Avanti Broschüre Denkblockaden

Die Bildungsstreikzeitung direkt als PDF-Runterladen

Astawatch.uni-koeln.de:

Dem AStA der Uni Köln auf die Finger schauen
.
Verschiedene andere Astawatchwebprojekte gibt es in der BRD. Zumeist überall da wo es einen rechten und zumindest neoliberalen-neokonservativen oder sich unpolitisch gebenden Asta gibt. Und Achtung! Die neuen Jusos an der UK sind z.T. ebenso rechts. Dies zeigt sich z.B. u.a. daran, dasz sie eine Forderung nach mehr Parkplaetzen (exklusiv nur für Studierende) mit anderen sozialen und oekologischen Fragen gleichsetzen. Populistische "Politik" gibts schon genug. Weg mit diesem AStA! Für einen linken AStA an der Uni Köln - AL.


Der
Studiengebuehrenboykott AK
an der Uni Koeln


Die Freie Uni Koeln (FUK)



Solidaritaet und Freiheit fuer politische Gefangene weltweit




Die BUKO Pharma-Kampagne







BUKO Kampagne gegen Biopatente
Aktionen zur COP9 Konferenz in Bonn




Anti-Atom-Aktuell (Termine)


Stoppt die Biospritluege



Die Clean Clothes Campaign

Kampagne fuer die Rechte von TextilarbeiterInnen weltweit




Unser humorvolles Quiz

Wer-Wird-Revolutionaer.de
wwr

Nicht nur für "Rote Socken"...



AK Vorrat

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung.de



Kampagne zur

Einstellung der 129a Verfahren

Für die Abschaffung von "§129a&b"



Anti-G8-WWG

Anti-G8-Buendnis Koeln

www.GipfelSoli.org


"Bundeswehr - Wegtreten"

Koelner Initiative und bundesweite Kampagne gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft


Labournet Internationales CocaCola

Die Kampagne gegen die Killercoke
und zum Boykott der Coca-Cola-Company
Solidaritaet mit den kaempfenden GewerkschafterInnen in Kolumbien und den betroffenen Menschen in Indien und anderswo.


Der koelner Infoladen - die LC36

am Bf West
Hans-Boeckler-Platz
(Wohnen und Leben e.V.)






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