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AL Info - Gegen "Burschenschaften"
Korporationen - Schlagende Verbindungen u.a. rechte Vereinigungen an der Uni Köln wie anderswo

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Sonderseite gegen Burschenschaften auf Basis des AL-Infos "Lass dich nicht keilen!"

Lass dich nicht "keilen"!

Alte Herren und junge Burschen, sowie Damen sind auf "Fux(Inn)enjagd"



Zu Beginn jedes Semesters (heute vor allem des Wintersemesters) sind sie gelegentlich wieder an der Uni zu sehen: junge Männer mit albernen Mützchen, peinlicher Montur und merkwürdigen, mehrfarbig gestreiften, Schärpen. Neuerdings sind es auch Damen die es ihnen gleichtun und die vor der offiziellen Erstsemesterbegrüßungsveranstaltung versuchen Neuzugänge anzuwerben. Was gerade in Köln anmutet wie eine verspätete Karnevalsverkleidung, ist jedoch bitterer Ernst: Die Herren gehören allesamt zu den verschiedensten Kölner Burschenschaften, Corps und Verbindungen (kurz Korporationen) und versuchen jedes Semester aufs Neue, Studienanfänger für ihr reaktionäres Weltbild zu gewinnen.

Die Burschen, Kartellbrüder und Korporierten schwärmen wieder aus, um für studentischen Nachwuchs ("Füxe") zu sorgen, was in der Verbindungssprache "keilen" heißt. Dabei betonen sie gern, dass sie nicht den üblichen Klischees der saufenden, uniformierten, sexistischen Ewiggestrigen entsprechen, die in spottbilligen Zimmern in Verbindungshäusern leben und sich gegenseitig die Gesichter mit Säbeln verunzieren, noch zum rechten oder gar rechtsextremistischen Spektrum gehören. Sie bezeichnen sich oft als liberal, unpolitisch, akademisch, konfessionell (religiös) oder traditionsreich; "gesunde Vaterlandsliebe" gehört zum Standardvokabular.

Korporationen und Neonazis

Die oft gepriesene Freundschaft hat einen sehr funktionellen Hintergrund - und deutliche Schattenseiten: Viele Bräuche haben den Zweck, Hierarchien einzuüben und so ein Elitedenken zu etablieren, das auf Führen und Gehorchen beruht. Abweichler von der Kollektivmeinung müssen häufig mit Strafen wie Zwangssaufen oder Hausarrest rechnen. Die aktiven studentischen Mitglieder ("Aktivitas") stehen unter der Protektion der "Alten Herren", die häufig führende Positionen in Politik, Kirche und Wirtschaft bekleiden. Die Korporation dient so als Karrierenetzwerk, das sich allenfalls halbherzig, häufig jedoch gar nicht von faschistoiden Strömungen distanziert. Bekannte Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind die Danubia München, die neonazistische Straftäter versteckte oder die Libertas Brünn aus Aachen, die zeitweilig den zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilten Naziterroristen Markus Kahlenborn zu ihren Mitgliedern zählte.

Erwünscht ist die allzu offensichtliche Nähe zu prügelnden Neonazis jedoch nicht: Die primäre Strategie besteht darin, unauffällig zu studieren und "auf" Verbindungshäusern abgeschottet rechtsgerichtete "Fortbildung" zu betreiben, um dann in der Seilschaft Karriere zu machen und aus einer Machtposition gegen die "Feinde Deutschlands" vorzugehen. Warum soll jemand auch handgreiflich gegen ImmigrantInnen und "linke Zecken" vorgehen, der später als Staatsanwalt oder Vorgesetzter in einem Betrieb in dieser Richtung wirken kann?

Geschichte der Korporationen

Korporationen werden nicht müde, auf ihre angeblich liberalen Wurzeln zu verweisen. Die Geschichte der Burschenschaften, aber auch die der Verbindungen ist jedoch nicht von liberalen, sondern vielmehr von reaktionären Elementen bestimmt. Spätestens seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 war die Politik der Verbindungen durchgängig von Nationalismus, Imperialismus und Antisemitismus geprägt. Dies setzte sich während der Weimarer Republik fort. An den so genannten Freikorpsverbänden, die die ArbeiterInnenbewegung bekämpften und den gescheiterten Kapp-Putsch unterstützten, waren viele Korporierte beteiligt.

An den Universitäten fand der aufkommende Nationalsozialismus in den Burschenschaften willige Bündnispartnerinnen. Schon im Mai 1931 beschloss der Dachverband der Burschenschaften in Deutschland, die Deutsche Burschenschaft (DB), gemeinsam mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) "im nationalsozialistischen Sinn an den Hochschulen zu arbeiten".

Die von den Verbindungen heutzutage gern als Zwangsauflösung gekennzeichnete Verschmelzung mit den NS-StudentInnenorganisationen nach 1933 war tatsächlich eher ein herzliches Zusammengehen. Im März 1933 schrieben die Burschenschaftlichen Blätter, das offizielle, bis heute existierende Organ der DB: "Was wir seit Jahren ersehnt und erstrebt haben, ist Tatsache geworden". Die Erfahrungen des NS-Faschismus haben rechtsextremistische Praktiken insbesondere der Burschenschaften nicht gestoppt. Forderungen nach einem Großdeutschen Reich inklusive Österreich und Südtirol wurden oft erhoben: Die Deutsche Burschenschaft beschloss 1992, sie weise die Auffassung zurück, "wonach die territoriale Einheit Deutschlands mit der kleinen Wiedervereinigung vollendet sei". Das Absingen des Deutschlandliedes mit allen drei Strophen stellt für sie eine Selbstverständlichkeit dar, wie sie auch 1987 in einem Schreiben an die Intendanten von ZDF und ARD deutlich machten, in dem sie forderten, "zum Sendeschluss alle drei Strophen der Nationalhymne zu senden". Neben revanchistischen Gebietsansprüchen sind rassistische Positionen an der Tagesordnung. 1981 wurde ein "Heidelberger Manifest" erstellt, von mehreren korporierten Professoren unterschrieben und von der Germania Köln als Flugblatt verteilt. Darin finden sich Aussagen wie: "Die Integration großer Massen nichtdeutscher Ausländer ist daher bei gleichzeitiger Erhaltung unseres Volkes nicht möglich und führt zu den bekannten ethnischen Katastrophen multikultureller Gesellschaften". Derart tief in den braunen Sumpf sind nicht alle Korporationen verstrickt - das Spektrum reicht von unpolitisch über konservativ bis nach weit rechtsaußen. Jedoch haben die ach so "liberalen" und "unpolitischen" Verbindungen kein Problem, in den übergeordneten Koordinationsgremien mit Danuben, Liberten und Konsorten soziale Kontakte zu pflegen.

Korporationen und Frauen

Frauen in Korporationen gibt es nur in den so genannten gemischten Verbindungen, die aufgrund des rapiden Mitgliederschwundes der letzten Jahre auch Frauen aufnehmen. Diese unterstehen jedoch nicht den großen Dachverbänden, bei denen die strikte Verweigerung der Aufnahme von Frauen die Regel ist. Vorherrschend ist noch immer das Argument, "eine Integration des weiblichen Geschlechts würde als Fremdkörper wirken, einem Freundschaftsbund hinderlich" (1983 in der Deutschen Corpszeitung).

Die Korporationsbrüder sorgen dafür, dass ein frauenverachtendes Gesellschaftsbild weiter getragen wird, in dem den Frauen die Rolle als "schmückendes Beiwerk des Mannes" zugewiesen wird. Gerade in den Corps ist es üblich, bei einigen Veranstaltungen "Damen" zuzulassen, freilich ohne ihnen irgendwelche Mitsprache- oder Entscheidungsrechte zu gestatten. Die scheinbar ehrerbietige Anrede "Dame" und die freigiebige Verteilung von zweifelhaften Komplimenten wie z.B. "schönes Geschlecht" sind Überreste eines peinlich pathetischen Benimmregelwerks, das das verkorkste Frauenbild der Verbindungsstudenten nicht kaschiert, sondern unterstreicht. Schließlich ist es ein Zeichen von Männlichkeit, dass "ein aktiver Corpsbruder […] meist auch eine Gattin, die positiv zum Corps steht [hat]" (Aachener Corps Albingia, Werbeheftchen Ende der Achtzigerjahre). Weiter heißt es in der Broschüre: "Nach dem Comment können Damen nicht als Mitglieder aufgenommen werden. Einer der Gründe ist: Jeder Corpsbruder muss jedem anderen in gleicher Freundschaft entgegenkommen. Rivalitätssituationen könnten dieses Prinzip stören. Wären Frauen Corpsmitglieder, müssten deren Fehler ebenso scharf kritisiert werden. Nur, so lässt sich Ritterlichkeit schwer üben. Auch wären Schmisse bei Damen - wir sagen das mit einem Lächeln - nicht sehr kleidsam. Als Corpsmitglied müssten sie fechten."

Das sexistische Männlichkeitsraster des "Ritters" und "Beschützers" wäre also in Gefahr, die Frau wäre ihrer Stellung, die sie angeblich innehat, enthoben.

Frauenverbindung in Köln

Was sich in anderen Städten schon etabliert hat, ist seit dem Frühjahr 2002 auch in Köln bedauerliche Realität: Eine Gruppe von Studentinnen schloss sich zur ersten Kölner Frauenverbindung zusammen. Erwartungsgemäß handelt es sich hierbei nicht um ein emanzipatorisch-feministisches Unterfangen, sondern um ein pures Nacheifern der männlichen Kollegen. Die Akademische Damenverbindung (ADV) Helenia zu Köln fühlt sich den traditionellen Werten der korporierten Herren verbunden, jedoch ohne die Saufgelage und Fechtaktivitäten zu praktizieren. In der Ausstattung jedoch stehen sie den männlichen Kommilitonen in nichts nach: Auch die ADV Helenia hat sich Wappen, Zirkel, Schleifen und Zipfel entworfen. Und wie es in einer richtigen Verbindung Brauch ist, haben sich die Heleninnen auch eine "Farbenstrophe", also ein Propagandalied, das die Verbindungsfarben glorifiziert, komponiert.

Wie viele ihrer Korporationsbrüder geben sich die Heleninnen einen unpolitischen Anstrich. Dass dies eine glatte Lüge ist, beweist ein Blick auf den Wahlzettel zu den Wahlen zum StudentInnenparlament im Jahr 2002: "Conseniora" Friederike Baumann kandidierte hier für den CDU/CSU-Ableger RCDS. Dort ist sie unter männlichen Korporationsbrüdern in "bester Gesellschaft".

Verbindungen waren die ersten Formen studentischen Gemeinschaftslebens. Was vor 150 Jahren einen teilweise progressiven Charakter hatte, ist schon lange reaktionär. Mittlerweile haben die StudentInnen demokratische Strukturen erstritten, in denen sie sich unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Sexualität oder Religion organisieren. In der Verfassten StudentInnenschaft darf kein Platz für faschistoide, sexistische Männerbünde sein. Deswegen wird die Alternative Liste die Auftritte der Korporationen nach wie vor nicht kommentarlos hinnehmen.

Hier bekommt Ihr das original Flugblatt der AL - "Lass dich nicht keilen!" - von 2004 als PDF zum Download

Buchtipps

Eine kleine Auswahl an Büchern zum Thema Korporationen. Weitere Informationen gibt es z.B. auch auf den Internetseiten des freien zusamenschlusses von studentInnenschaften (fzs) unter www.fzs-online.org

Beyer, Anke u.a.: "... und er muß deutsch sein ...". Geschichte und Gegenwart der studentischen Verbindungen in Hamburg. Hamburg 2000.
- im Buchhandel oder auch bei bei amazon.de erhältlich

Butterwegge, Christoph und Hentges, Gudrun (Hrsg.): Alte und Neue Rechte an den Hochschulen. Münster 1999.
- im Buchhandel oder auch bei bei amazon.de erhältlich

Elm, Ludwig/Heither, Dietrich/Schäfer, Gerhard (Hrsg.): Füxe, Burschen, Alte Herren. Studentische Korporationen vom Wartburgfest bis heute. Köln 1993.
- im Buchhandel oder auch bei bei amazon.de erhältlich

Frevert, Ute: Ehrenmänner. Das Duell in der bürgerlichen Gesellschaft. München 1991.
- im Buchhandel oder auch bei bei amazon.de erhältlich

Heither, Dietrich: Verbündete Männer. Die deutsche Burschenschaft - Weltanschaung, Politik und Brauchtum. Köln 2000.
- im Buchhandel oder auch bei bei amazon.de erhältlich

Heither, Dietrich/Gehler, Michael/Kurth, Alexandra/Schäfer, Gerhard (Hrsg.): Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften. Frankfurt am Main 1997.
- leider meistens nur noch im gut sortierten Antiquariat erhältlich oder gelegentlich in Onlineauktionen zu finden.

(Wer bessere Quellen zu den Literaturangaben als Amazon, etc., weiß kann sich gerne melden.)




Und wer immer noch behaupten will, daß es "so etwas in Köln nicht gegeben hat", sehe sich das an:
bücherverbrennung
Bild: Bücherverbrennung in Köln 1933, Quelle/Link: NRHZ.de

Kein Fußbreit den Faschist(Inn)en, an der Uni wie anderswo!


Resonanz - Pressespiegel

18.10.2010. Der von Linken zu recht ungeliebte Spiegel Online verwies erst kürzlich wieder auf den (nicht nur von uns behaupteten) Widerspruch zwischen Feminismus, also Emanzipation und sog. Damenverbindungen: (Druckversion: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,druck-722719,00.html)
"So wie die Akademische Damenverbindung Agrippinia [Köln], die dieses Mal das Jahrestreffen organisiert hat. Als die Psychologie-Studentin Friederike Baumann, 29, die Kölner Damenverbindung vor sieben Jahren mitgegründet hat, wollte sie den männlichen Kollegen in nichts nachstehen: Ein Wappen haben sich die Studentinnen gegeben, ein Motto und Erkennungsfarben. Königsblau für den Rhein, Gold für die moralischen Werte im Leben, Grün für das Rheinland. Nur aufs Fechten verzichten die Agrippinen, so wie alle anderen Damenverbindungen auch. "Eine Narbe im Gesicht sähe bei einer Frau auch nicht gut aus", findet Friederike Baumann.
Es muss keine Narbe sein, aber etwas, das bleibt. Gerade wo Jobs, Freundschaften, Beziehungen brüchig werden, gewinnt die Idee einer solchen Verbindlichkeit ihren Reiz: "Das Lebenslange", sagt Friederike Baumann, "das macht es aus." Ihre Bundesschwestern nicken."

Nähere Angaben siehe: "hxxp://xxx.tradition-mit-zukunft.de/community/couleurinfo/verbindung,advagrippinia_koeln.html".


Kein Vergeben kein Vergessen

Die deutschen Burschenschaften waren mit als erste Aktivitas des NS aktiv und beteiligten sich schon Anfang des 19. Jahrhunderts an völkischen, nationalistischen und antisemitischen Ausschreitungen und Bücherverbrennungen beteiligt. bücherverbrennung
Hier ausnahmsweise ein Zitat aus der Wikipedia dazu, weil es schon sehr stichhaltig ist: "Am 18. Oktober 1817 wurden am Rande des Wartburgfestes auf der Wartburg bei Eisenach mehrere Dutzend als reaktionär, antinational oder undeutsch eingestufte Bücher verbrannt. In Anwesenheit von 500 Burschenschaftern, aber inszeniert von einer Minderheit radikaler Studenten schlagender Verbindungen wurden Werke von August von Kotzebue, Karl Leberecht Immermann, die „Germanomanie”, eine Schrift gegen den Antisemitismus des jüdischen Schriftstellers Saul Ascher sowie der Code Napoléon symbolisch den Flammen übergeben. Statt der echten Bücher verbrannte man in effigie Makulaturbündel, die mit den Titeln der Bücher versehen waren. Initiiert wurde die Bücherverbrennung von Friedrich Ludwig Jahn, dem Mitgründer der Deutschen Burschenschaft und Führer des radikalen Flügels der Studentenbewegung. Beim Wartburgfest wurden auch Symbole des militaristischen Obrigkeitsstaates wie ein preußischer Uniformrock, der hessische Soldatenzopf und der österreichische Korporalsstock verbrannt. Unter dem Motto „Freiheit, Ehre, Vaterland“ wurde das Fest zum Gedenken an Martin Luthers Thesenanschlag 1517 in Wittenberg und der Verbrennung der Bannandrohungsbulle 1520 sowie des vierjährigen Siegestages über Napoleon veranstaltet. Als unmittelbare Folge wurde einige Monate später der Dichter August Kotzebue ermordet (Siehe: Liste der verbrannten Bücher 1817)."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCcherverbrennung#19._Jahrhundert
Link, Suche: Bücherverbrennung bei Shoa.de

Dokumentation

Zu den drei kölner Burschenschaften (wer hier regelmäßig nachschauen möchte welche rechten Veranstaltungen dort stattfinden):
Achtung! Es folgt eine Listung der Webseiten der Rechten.
Link über die "deutsche Burschenschaft" ("burschenschaft.de/mitgliedsbuende/koeln.html")
"Kölner Burschenschaft Germania" ("germania-koeln.de")
"Kölner Burschenschaft Alemannia" ("alemannia-koeln.de")
"Kölner Burschenschaft Wartburg" ("kbwartburg.de")
* Koelnganzrechts dazu: "Die kölner Burschenschaft Germania" (http://koelnganzrechts.de/weitere/germania.html)
(Die Links zu den Rechten wurden gegen die Förderung von Quoten bei den Rechten durch Sternchen "***" in der URL verändert und müssen zum Abrufen wieder zurückgeändert werden.)

Weiterlesen - Links



Und hier noch ein paar weitere Dokumentationen, Quellen, Links zu Infos ueber (Frei-)"Korps", etc., kleiner Pressespiegel, usw.:
Bonner Reader zu Burschenschaften und Verbindungswesen von 2004 (pdf)
- Reader der Antifa an der TU Berlin und der Antifa Pankow Berlin
- Reader des AStA der Uni Muenster (html/pdf)
- Verbindungsreader Münster (pdf)
- "Verbindungsunwesen"Reader des AStA der Heinrich-Heine-Uni Duesseldorf (pdf)
- Verbindungsreader der Uni Mainz (ebenfalls ein kleines pdf)
- Antifa Flyer vom AStA der Uni Giessen (und noch eine pdf)
- Der AStA der Uni Hamburg ueber Burschis (html)
- Infos von Kein Platz für Nazis Hamburg über Burschenschaften
- "Falsch verbunden... Reader zum Verbindungs(un)wesen Hamburg" (Keine Stimme den Nazis Hamburg)
- Im linken Archiv Nadir.org: Burschenschafter als Aktivitas des Nationalsozialismus
- Kurztexte auf den Sites des AStA der Freien Uni (FU) Berlin im Weblog (html)
- Apabiz Broschuere Berlin (nochmal ne schicke pdf)
- Infos vom AStA Marburg (html)
- asta info TU Braunschweig (html/pdf)
- Vortraege von Alexandra Kurth zum Thema Corps, usw. (html)
- Geschichte der sog. Urburschenschaft an der Uni Jena (kritisch zu lesende Quelle!)
- »Volkstumsbezogener Vaterlandsbegriff« - Die Burschenschaften streiten um ihr politisches Profil in LOTTA NRW Nr.39, 2010 (Bestellbar unter: lotta-vertrieb_(at)_nadir_org)
- VVN-BDA Münster zum sog. "Volkstrauertag" (2004)

Artikel in Indymedia Linksunten (ssl html):


* "Das interne Archiv der „Deutschen Burschenschaft“" ()
* "Interne „Burschentag“-Dokumente geleaked!" (15.06.2011)
* Der aufhaltsame Aufstieg der "Burschenschaftlichen Gemeinschaft" (24.06.2011)
* [Bielefeld] Teilerfolg gegen Nazi-Burschenschaft (20.03.2011)
* Saarbrücker Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in mörderischer Tradition - Verstrickungen der Landesregierung und Unileitung (15.03.2011)
* "Burschenschaften im rechten Eck" (17.06.2011)
* "Burschenschafter sind Verband nicht rassistisch genug" (17.06.2011)
* "[Weinheim] Von "Pimmeln" und Fackeln - der WSC marschiert auf" ()
* ()
- Weitere Suche auf Linksunten.indymedia.org (ssl) nach: Burschenschaft, Korporation, Korporierte, Studentenverbindung, Damenverbindung, Studentenbund, Turnerbund, Schülerbund, Bündische Jugend, etc., pp..

Allgemeine Presse, Medien


- Unispiegel; "Am Hintern und im Gesicht wächst alles wieder zusammen" (html)
- "Vernarrt in Ehre, [...], Vaterland" (html)
- Spiegelwissen; "Ehre, [...], Vaterland" (html)
- "Frauen fechten nicht" (html)
- Der Spiegel ueber NPD-Kontakte (html)
- Der Unispiegel online über den Ariernachweis-Skandal bei der "Deutschen Burschenschaft" (DB), den erneuten Rechtsruck und das "biologische Menschenbild": "25.08.2011 - Rechtsruck im Dachverband - Burschenschafter hetzen gegen "Nicht-Arier"- Von Christian Fuchs"

Andere allgemeine öffentliche Artikel - Sonstige


- Kritisch zu lesender Artikel in der Wikipedia

Und das Letzte - !Rechte Quellen! im Web


- Selbstdarstellung der "D.B.", über Burschenschaften in der sog. "Wapedia.mobi/de/Deutsche_Burschenschaft" (Der Hyptertextlink der Rechten ist durch * Verändert.)
- Geschichtsrevisionistische Darstellung auf den Seiten der "D.B." selbst: "Burschenschaft.de/geschichte/geschichte-der-db/stationen-der-burschenschaftlichen-geschichte/die-burschenschaft-im-dritten-reich-und-waehrend-des-zweiten-weltkrieges.html" selbst (Burschenschaft.de).


Die Uni und die Burschis
karl
oder

Der Muff von tausend Jahren

Zu einer Initiative der Grünen HSG 2009/10

"Burschenschaften" aus Linklisten oder Wohnheimlisten von Universitäten nachhaltig streichen, bzw. löschen, zu lassen zu wollen ist in etwa so illusorisch, wie den Nazibau des Hauptgebäudes der Uni Köln morgen abreißen und anstelle dessen ein paar Strohballenhäuser oder nächste Woche Plusenergiehäuser für alle Studis bauen zu lassen...
Reaktionäres Verbindungswesen gehört leider, nach wie vor, zum Kern der neokonservativ Formierten Universität. Wir verweisen dazu auf die Dokumentation der Veranstaltung und das Buch "Doktorgrad entzogen" [Andreas Freitäger/Margit Szöllösi-Janze: "Doktorgrad entzogen!" Aberkennungen akademischer Titel an der Universität Köln 1933 bis 1945. Nümbrecht: Verlag W. Kirsch 2005 (VIII, 132 Seiten, gebunden, 60 s/w-Abb.) 12,00 Euro (ISBN 3-933586-42-9) ] und die Recherchen des Geschichtsseminars an der Uni Köln, sowie den Bundschuh der ehemaligen FS Geschichte (z.B. bei afas) hin.
(Tipp: Michael Wildt - Geschichte des Nationalsozialismus UTB, Göttingen 2008, bei Google Books.)
Wir begrüßen den Vorstoß der eigenständigen Hochschulgruppe "Campus:Grün" allerdings als Schritt der Aufklärung in die richtige Richtung. Es ist nur bedauerlich, daß sich die grüne Hochschulgruppe vorher nicht etwas genauer über den Zusammenhang der extrem rechten Burschenschaften und ihren Unterschieden untereinander auseinander gesetzt hat. Ein Blick auf diese Webseiten hätte da sicher schon helfen können. Die AL unterstützt allerdings das Engagement von AntifaschistInnen gegen die Rechten vorzugehen und sieht weitere Informationsveranstaltungen oder Publikationen als sehr begrüßenswerte Bereicherung des schlummernden politischen Alltags an der Uni, der viele antiemanzipatorische Tücken mit sich bringt, an. Insofern ist selbst der grünen HSG ("CampusGrün") diese Forderung, auch wenn sie damit Linke Strukturen unterlaufen, bzw. übergehen und sich damit bei der Unileitung und ihrer WählerInnenschaft nach vorne spielen wollen, hoch anzurechnen. Die grüne HSG hat dabei jedoch, wie oben bereits erwähnt, übersehen, daß im Unihauptgebäude die Werbetafeln der Korporationen, allen voran die ("altehrwürdigen) Pflichtschlagenden Verbindungen, in den offiziellen Glasschautafeln der Matrikula, sog. Hochschulgruppen mit offizieller Matrikel(nr.), auf dem Gang zum "E-Raum", im Parterre, aushängen. (Siehe: Gebäudeplan UHGB)
Bis also nicht eine konsequente selbstbestimmte Umwandlung der Alma Mater in eine Kritische Uni erfolgt ist, bleibt dieses Wunschdenken der fromme Wunsch des Gottvertrauens in die Obrigkeit. Das Betteln nach Verboten "aller faschistischen Organisationen" kann in einer Gesellschaft die selbst mehr als latent von rechts durchsetzt ist und in der faschistische Kontinuitäten herrschen nicht zum Erfolg der Befreiung von dem Übel, den Wurzeln des Faschismus führen.
Darum wird es auch bis auf Weiteres so wichtig sein Burschenschaften mit konsequenter Ablehnung und Antipathie zu begegnen und ihre rechten-rechtsradikalen Verbindungen offenzulegen und dagegen vor zu gehen. An allen Orten, überall.
Antifaschistische Öffentlichkeitsarbeit kann aber nur das Mindeste in der Unterdrückung und gegen die falsche Gesellschaft sein. Wir befürworten daher Direkte Aktionen gegen die faschistoiden, ultranationalistischen Verbindungen, Offenlegungen ihrer Handlungsweisen, das Outing von Akteuren und ihre Quer-Verbindungen zur rechten Szene, wie zur Querfront und in die "etablierten Kreise der Gesellschaft".
Kein Fußbreit mehr dem Faschismus.


Tante Edit sagt: Die Grünen an der UK haben dazugelernt. In ihrer Zeitung (Zeitschrift), der sog. Grünfläche ("grün:fläche", Ausgabe 2 - Wintersemester 2010/2011) berichten Sie noch einmal von ihren Anstrengungen gegen die Burschis und versuchen mit möglichst breitem Halbwissen Aufklärung zu betreiben. Es ist zu begrüßen, daß sie so möglicherweise mehr Aufklärung gegen die rechten Tendenzen und mögliche Neugründungen von "Burschenschaften" betreiben wollen. Siehe den Uni-Spiegel Online vom 18.10.2010. Ihr Artikel wirkt nur leider wieder wie ein billiges Plagiat der Gliederung der alten Schriften der AL und anderer linker Gruppen. Richtig herausgehoben haben sie aber dabei die rechtsradikale Geschichte und die reaktionären Besonderheiten der "Deutschen Burschenschaft" und des Coburger Convents", sowie die Gepflogenheiten der "Burschenschaft Germania Köln", z.B. das "Deutschlandlied" komplett mit allen drei nationalistischen Strophen zu singen und damit selbst die Nachbarschaft zu belästigen, die das am Bismarckturm, dem Bismarck Denkmal in Köln Marienburg, am Bayenthalgürtel (Rheinufer, Linksrheinisch) aber kaum stören dürfte. Allgemein schienen die Grünen an der Uni Köln schon immer sehr bemüht zu sein über das Abschreiben und sozialdemokratische bis neoliberal, technokratische um(be)setzen linker bis radikaler linker Themen Punkte in der öffentlichen Wahrnehmung sammeln zu wollen. Wie auch ihre derzeitige Zeitung vielfach belegt. Wir sind aber nicht an (Credit)Punkten interessiert sondern an gesellschaftlicher Veränderung und halten darum auch, nach wie vor, wenig von solchen Anbiederungsversuchen. Vor allem wo es den Grünen nicht gelungen ist sich zu einer möglichen linken Koalition (im potentiellen AStA 2010) zu bekennen und von ihrem hierarchischen Anspruchsdenken zurückzutreten. Ein Bündnis mit den Grünen an der Uni bleibt darum eine sehr kritisch zu betrachtende Koalitionsperspektive. Aber Burschis sind und bleiben Teil des politischen Gegners und nicht bloß alberne Tradition, die ebensowenig verharmlost werden darf.

"Schlagt die Faschisten, wo Ihr sie trefft." (R.F., A.M.)




Köln 2010

Während einer Bildungsstreik-Vollversammlung im Rahmen der Uni Brennt Aktionswochen filmten und fotografierten Burschenschafter und ihnen nahestehende Rechte in der Aula im Hauptgebäude der Uni Köln (http://www.uni-koeln.de/uni/hoersaele/) die Veranstaltung und versammelte Einzelpersonen. Das stellt einen klaren Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte (wie das Recht am eigenen Bild) der Betroffenen Personen dar. (Siehe dazu auch das Versammlungsrecht zu Versammlungen in geschlossenen Räumen die ausschließlich bestimmten Personengruppen vorbehalten sind.) Es steht zu vermuten, daß die Burschen damit sog. Anti-Antifa-Arbeit gemacht haben und gegen vermeintliche Linke vorgehen, sowie die Bilder an Neonazis weitergeleitet haben, bzw. in Kontakt zu diesen stehen, wie es beste Tradition bei der Burschenschaft Germania Köln ist.




Köln im April 2011

Eine Veranstaltung der kölner Burschenschaft Germania die im E-Raum im Uni-Hauptgebäude geplant war wurde durch wenige Entschlossene - politische VertreterInnen - aber dafür aus einem breiten (politischen) Spektrum, an der Uni Köln, gestört. Die Burschenschaftler ließen es sich aber, ihrer rechtsbewußten Tradition gemäß, nicht nehmen - mit der Unterstützung (der Billigung und Sicherungsgarantie) des Rektorats (, bzw. des Rektors, denn nur dieses/r hat die verbriefte "Macht" dazu an der Uni) - die Polizei auf den Campus zu rufen und diverse unsinnige Anzeigeversuche aufzugeben. Vermutlich geschah dies um an die Namen von Einzelpersonen heranzukommen. Passt also auf Euch auf. Denn Burschen sind dafür bekannt sog. Anti-Antifa Arbeit zu machen. Mit etwas mehr Zivilcourage und weiterer Unterstützung hätte dieser kaisertreue Farben tragende Haufen Reaktionäre sicher ganz gestoppt und aus dem E-Raum rausgehalten werden können. Wir werten diese auf breiter Basis stehende Störungsaktion, wie sie diesmal gelaufen ist, dennoch als einen kleinen Erfolg, denn die Burschen mussten ihre Zusammenkunft schon nach kurzer Zeit abbrechen. Eventuell war diese aber auch nur ein Testlauf, ob sie auf Widerstand stoßen werden oder nicht. Insofern ist mit weiteren Aktionen der Burschen zu rechnen. Also: Vielleicht das nächste Mal Mehr?




Aktuelle Aktionen - bundesweite Termine gegen "Burschenschaften" und Co...


Coburg und seinen Convent stören! - http://coburgerconvent.blogsport.de


02.11.2011

Vortrag von Jörg Kronauer

Ein Überblick über Burschenschaften und andere Studentenverbindungen

	Mittwoch, 2. November, 19 Uhr
	Studiobühne (Probebühne), Universitätsstraße 16, 50937 Köln

In den 1970ern schien ihr Ende nahe. Studentenverbindungen (elitäre Traditionsvereine konservativer bis extrem rechter Prägung) gerieten durch den Modernisierungsschub an den Hochschulen gewaltig unter Druck.
Ihr altertümliches Gehabe, das sich in seltsamen Trink- und Feierriten, angeblich altdeutscher Kleidung und konservativen Handlungsweisen zeigt, schien den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr angemessen. 
Spätestens in den 1990ern hat sich diese Tendenz grundlegend verändert. 
Der strukturelle Konservatismus der Studentenverbindungen lässt sie angesichts des ungebrochenen Vormarsches reaktionärer Positionen in der deutschen Gesellschaft wieder zunehmend als attraktive Vereinigungen erscheinen. Elitendenken, Männerbündeleien, Unterordnungsbereitschaft, Militarismus, Akzeptanz von Hierarchien und Geschlechterstereotypen – das sind Verhaltensweisen, die in Studentenverbindungen erlernt und danach oft in gehobener Position praktiziert werden. Besonders bei Burschenschaften verbindet sich dieser Habitus mit engen Kontakten zur extremen Rechten.
Mit dieser Infoveranstaltung soll die Diskussion um Burschenschaften, die sich rund um den geforderten "Ariernachweis" (sog. Rassekundlicher Abstammungsbeweis) bei der Deutschen Burschenschaft (2010/2011) entwickelt hat, auch an der Universität (hier die Uni Köln) geführt werden.
	

Mehr von und zu Jörg Kronauer:
* http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,345,5.html
* http://www.antifa-freiburg.de/spip.php?page=antifa&id_article=168&design=3
* http://www.antifa-freiburg.de/spip.php?page=antifa&id_article=193&design=3
* http://www.regensburg-digital.de/burschen-blut-und-boden/16022008/
* http://www.vvn-bda.de/aktuelles/2011/20110926.html
* http://german-foreign-policy.com/


Zu Outings von Neonazis siehe: ../outings.html



Webseiten der AL an der Uni Köln

Updates über die AG Antifa - Antiburschis - und engagierte autonome Antifas in/aus/mit der AL seit 2006

Kontakt über das AL-Plenum, siehe unten.



"Schlagt die Faschisten wo Ihr sie trefft." (K.T.)
   






Internetseiten der Alternativen Liste (AL) an der Uni Köln

Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de

Disclaimer, Haftungsausschlusz: Impressum

Webadministration: alternativeliste(at)gmx(.)net

Zählerchen (zählt alle Besuche seit 1999)

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