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AL-Info Nr. 78 Januar/Februar 2004


 

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Die einen Wahlen kommen ...

27. bis 29. Januar 2004: Wahlen zu den universitären Gremien


Vom 27. bis 29. Januar sind die StudentInnen der Universität Köln erneut aufgefordert, sich an die Wahlurne zu begeben. Diesmal geht es nicht wie im Dezember darum, das StudentInnenparlament bzw. die Fakultätsvertretungen zu wählen, sondern den VertreterInnen in den universitären Gremien (Senat, Engere Fakultät etc.) ihr Mandat zu erteilen.

Nur selten in der universitären Öffentlichkeit wahrgenommen, werden hier viele Grundsteine unseres Universitätsalltags gelegt: So werden beispielsweise neue Studien- und Prüfungsordnungen verabschiedet oder neue ProfessorInnen berufen.

Worum geht es?

Gewählt werden die Engeren Fakultäten (EF), und auf Universitätsebene der Senat, der Erweiterte Senat und der Beirat der Gleichstellungskommission (hier dürfen natürlich nur Frauen wählen).

In diesen Gremien sind alle Statusgruppen der Universität vertreten. Neben den StudentInnen sind das die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, die nichtwissenschaftlichen MitarbeiterInnen sowie die ProfessorInnen. Diese zunächst demokratisch scheinende Struktur stößt in der Praxis auf das ein oder andere Hindernis: So gibt es z.B. die gesetzlich festgeschriebene ProfessorInnenmehrheit (einzig der Beirat zur Gleichstellungskommission ist paritätisch besetzt), die meistens per se Abstimmungsergebnisse zu Gunsten der ohnehin schon mächtigsten Gruppe definiert.

Die politische Tragweite der Entscheidungen, die in den Gremien getroffen werden, ist keinesfalls zu unterschätzen. So wird auch über Zulassungsbeschränkungen zu den einzelnen Fächern entschieden oder die Umsetzung hochschulpolitischer Novitäten - wie den im Vergleich zu Diplom, Magister und Lehramt inhaltlich stark abgespeckten und verschulteren Studiengängen Bachelor und Master. Auch Stellenstreichungskonzepte wie der Qualitätspakt im Jahr 2000 oder aktuell das Hochschulkonzept 2010 finden dort ihre Ausarbeitung. So wird also die Universität Köln konkret an die neoliberale Politik von Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft (SPD) angepasst.

Hinweise zur Wahl

Im Gegensatz zu den Wahlen im Dezember gibt es nur einen Urnenstandort pro Fakultät. Eure Stimmen könnt ihr auch nur dort abgeben, wo ihr eingeschrieben seid.

Viele StudentInnen werden von der Unübersichtlichkeit der Strukturen abgeschreckt, ihr Stimmrecht wahrzunehmen. Auch wenn die Entscheidungsmöglichkeiten der studentischen VertreterInnen gering sind, rufen wir euch dennoch dazu auf, wählen zu gehen.

Die Alternative Liste tritt zu diesen Wahlen nicht an. Wir sind der Auffassung, dass die Arbeit in den Gremien am besten von Fachschaftsmitgliedern geleistet werden kann, die sich zu einer "Liste von FachschafterInnen" zusammenschließen. Diese Liste tritt zur Wahl der meisten Engeren Fakultäten ohne Gegenkandidaturen an.

Auch für den Beirat der Gleichstellungskommission, der die Gleichstellungsbeauftragte wählt, kandidiert eine einzige Liste, nämlich die Autonome Frauenliste, zu deren Wahl wir aufrufen.

Mit Spannung erwartet werden kann dagegen der Wahlausgang beim Senat und beim Erweiterten Senat: Hier konkurriert die Liste von FachschafterInnen mit der Hochschulgruppe "Die Unabhängigen", die schon seit Jahren im StudentInnenparlament beweist, dass ihr die Autonomie der Fachschaften herzlich egal ist. In diesem Jahr sind sie die einzige Hochschulgruppe, die zu den Gremienwahlen antritt. Da bleibt nur zu wünschen, dass sich deren Erdrutschsieg der vergangenen Wahl zum StudentInnenparlament nicht wiederholt.

Sebastian Schröder

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Netzseiten der Alternativen Liste, zuletzt aktualisiert am 19.01.2004. Kontakt: AL-Plenum@uni-koeln.de